Lewis Hamilton verliert seinen zweiten Startplatz für den Ungarn-GP. Die FIA bestraft den Ferrari-Star, nachdem er Oscar Piastri im Qualifying entscheidend behindert hatte.
Bittere Wendung für Lewis Hamilton nach dem Qualifying in Ungarn! Der Ferrari-Pilot muss im Rennen drei Plätze nach hinten und startet statt aus der ersten Reihe nur von Rang fünf.
Grund für die Strafe: Hamilton behinderte Oscar Piastri auf dessen entscheidender schneller Runde im dritten Qualifying-Abschnitt. Die FIA wertete den Vorfall als klares Impeding und sprach die übliche Rückversetzung um drei Startplätze aus.
Ferrari informiert Hamilton zu spät
Hamilton hatte seine letzte schnelle Runde bereits beendet und rollte langsam in Richtung Kurve eins, als Piastri unmittelbar dahinter seine entscheidende Runde begann. Der McLaren-Pilot musste ausweichen und seine Attacke abbrechen.
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„Ich sah ihn von der Startlinie weg und habe immer wieder damit gerechnet, dass er zur Seite fährt – bis ich ihm fast ins Heck gefahren bin“, schildert Piastri den Vorfall.
Hamilton machte anschließend deutlich, dass ihn sein Team nicht rechtzeitig gewarnt hatte. „Mir wurde es erst gesagt, als er am Scheitelpunkt hinter mir war. Ich wusste nicht, dass er kommt. Ich dachte, alle hätten ihre Runden bereits beendet.“

Da die Fahrer an dieser Stelle der Strecke wegen der Kuppe kaum Sicht nach hinten haben, sind sie vollständig auf die Informationen ihres Kommandostands angewiesen.
Piastri ärgert sich über verpasste Chance
Von der Strafe profitiert George Russell, der in der Startaufstellung auf Rang vier vorrückt. Hamilton fällt dagegen von Platz zwei auf fünf zurück.
Piastri startet von Rang drei, glaubt aber, dass ihn die Behinderung möglicherweise sogar eine noch bessere Ausgangsposition gekostet hat. „Ich hatte das Gefühl, dass ich diese zweite Q3-Runde mehr gebraucht habe als an den meisten Wochenenden.“
Der Australier hatte im ersten Freien Training pausieren müssen, weil McLaren Rookie Leonardo Fornaroli im vorgeschriebenen Nachwuchs-Einsatz ins Auto gesetzt hatte. Dadurch fehlte Piastri wertvolle Streckenzeit.

„Mit jeder Runde im Qualifying kam ich näher. Dass ich die letzte Runde nicht fahren konnte, war deshalb ziemlich frustrierend“, sagt der McLaren-Pilot. Teamkollege Lando Norris sicherte sich am Ende die Pole-Position und beendete damit die bislang makellose Qualifying-Serie von Mercedes.
Startaufstellung GP Ungarn in Budapest
| Pos. | Fahrer | Team |
|---|---|---|
| 1 | Lando Norris | McLaren Mastercard F1 Team |
| 2 | Charles Leclerc | Scuderia Ferrari HP |
| 3 | Oscar Piastri | McLaren Mastercard F1 Team |
| 4 | Max Verstappen | Oracle Red Bull Racing |
| 5 | Lewis Hamilton | Scuderia Ferrari HP |
| 6 | George Russell | Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team |
| 7 | Kimi Antonelli | Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team |
| 8 | Isack Hadjar | Oracle Red Bull Racing |
| 9 | Arvid Lindblad | Visa Cash App Racing Bulls F1 Team |
| 10 | Nico Hülkenberg | Audi Revolut F1 Team |
| 11 | Liam Lawson | Visa Cash App Racing Bulls F1 Team |
| 12 | Pierre Gasly | BWT Alpine F1 Team |
| 13 | Franco Colapinto | BWT Alpine F1 Team |
| 14 | Gabriel Bortoleto | Audi Revolut F1 Team |
| 15 | Esteban Ocon | TGR Haas F1 Team |
| 16 | Fernando Alonso | Aston Martin Aramco F1 Team |
| 17 | Oliver Bearman | TGR Haas F1 Team |
| 18 | Carlos Sainz | Atlassian Williams F1 Team |
| 19 | Alexander Albon | Atlassian Williams F1 Team |
| 20 | Lance Stroll | Aston Martin Aramco F1 Team |
| 21 | Valtteri Bottas | Cadillac Formula 1 Team |
| 22 | Sergio Perez | Cadillac Formula 1 Team |
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