Formel 1

Ferrari baut auf Leclerc! Schumacher-Bestmarke wackelt

Formel 1 Charles Leclerc Ferrari Kanada 2026
Charles Leclerc. Credit: Ferrari
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Kurz vor seinem Heimrennen in Monaco macht Ferrari Nägel mit Köpfen. Charles Leclerc hat seinen Vertrag bei der Scuderia verlängert.

Ferrari setzt ein deutliches Zeichen für die Zukunft. Wenige Tage vor dem Monaco-GP hat die Scuderia die Vertragsverlängerung mit Charles Leclerc bekanntgegeben. Der Monegasse bleibt damit langfristig das Gesicht des Traditionsteams und könnte schon bald eine Bestmarke von Michael Schumacher knacken.

Seit seinem Wechsel zur Scuderia im Jahr 2019 gehört Charles Leclerc zu den wichtigsten Figuren bei Ferrari. Trotz schwieriger Jahre und bislang ausgebliebener WM-Titel halten die Italiener an ihrem Topfahrer fest.

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Charles Leclerc. Credit: Ferrari

Wie lange der neue Vertrag genau läuft, verriet Ferrari traditionell nicht. In der offiziellen Mitteilung ist lediglich von den „kommenden Saisons“ die Rede. Klar ist aber: Leclerc soll auch in den nächsten Jahren die Speerspitze des Teams bilden.

„Ich könnte nicht glücklicher sein, diesen Weg mit Ferrari fortzusetzen“, erklärte der 28-Jährige. „Ferrari-Fahrer zu sein, ist ein Traum, aber auch eine Verantwortung. Ich werde weiterhin alles geben, um dieses Team dorthin zurückzubringen, wo es hingehört: ganz nach oben.“

Leclerc: Schumacher-Rekord rückt näher

Mit der Vertragsverlängerung rückt für Leclerc nun auch eine historische Bestmarke in Reichweite. Der Monegasse ist mit bereits 154 Grand-Prix-Starts für Ferrari der Pilot mit den zweitmeisten Einsätzen in der Geschichte der Scuderia. Nur Michael Schumacher liegt noch vor ihm.

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Charles Leclerc. Credit: Alastair Staley/LAT Images

Um den Rekord des siebenmaligen Weltmeisters zu übertreffen, fehlen Leclerc aktuell nur noch 26 Rennstarts. Hält der aktuelle Formel-1-Kalender sein Niveau, könnte er bereits im Verlauf der Saison 2027 alleiniger Rekordhalter werden.

Ferrari bleibt Leclercs Herzensprojekt

Die Verbindung zwischen Leclerc und Ferrari reicht weit zurück. Bereits 2016 wurde er ins Juniorprogramm der Scuderia aufgenommen. Über Stationen bei Sauber und Haas führte sein Weg schließlich ins Werksteam nach Maranello, zunächst an der Seite von Sebastian Vettel.

„Dieses Team war für mich immer viel mehr als nur ein Rennstall“, sagt Leclerc. „Es ist das Team, das ich seit meiner Kindheit liebe. Nach all den Jahren ist Ferrari für mich wie eine zweite Familie geworden.“

Sportlich bleibt die große Frage allerdings offen: Kann Leclerc mit Ferrari endlich Weltmeister werden? Bislang stehen acht Grand-Prix-Siege, 44 weitere Podestplätze und 27 Pole-Positions zu Buche. Der große Wurf blieb ihm bislang verwehrt.

Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur sieht in der Vertragsverlängerung dennoch den logischen Schritt. Leclerc sei inzwischen nicht nur einer der stärksten Fahrer im Feld, sondern auch vollständig mit Ferrari und den Werten des Teams verwachsen.

Für Ferrari steht damit fest: Der Weg zurück an die Spitze soll weiter über Charles Leclerc führen.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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