Formel 1

Mercedes-Ansage an Russell nach Spa-Frust

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George Russell. Credit: Clive Mason/Getty Images
Bianca Garloff
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Nach dem Frust-Aus in Spa steht George Russell bei Mercedes unter Druck. Teamchef Toto Wolff verspricht seinem Fahrer jetzt volle Rückendeckung.

Der Frust sitzt tief. Nach seinem vorzeitigen Aus beim Großen Preis von Belgien liegt George Russell in der Formel-1-WM bereits 50 Punkte hinter Teamkollege Kimi Antonelli. Mercedes-Teamchef Toto Wolff will verhindern, dass der Brite jetzt den Kopf hängen lässt.

Nach der Kollision mit Ex-Teamkollege Lewis Hamilton war Russell die Enttäuschung deutlich anzumerken. Sein Funkspruch „Un-fucking-acceptable“ machte nach dem Rennen schnell die Runde.

Wolff: „George hat seinen eigenen Weg“

Für Wolff ist die Reaktion nachvollziehbar: „Man muss verstehen, dass Fahrer in solchen Situationen sehr emotional sind“, erklärt der Mercedes-Teamchef gegenüber Motorsport.com. Gleichzeitig erinnert er daran, wie privilegiert die Fahrer seien: „Es ist eine Ehre, für Mercedes zu fahren.“

Der Österreicher kündigt an, Russell nun gezielt wieder aufzubauen. „Wir werden versuchen, ihm zu helfen und wieder für Optimismus und Positivität zu sorgen.“

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George Russell. Credit: Richard Pardon

Mercedes stellt sich hinter Russell

Wolff betont, dass jeder Fahrer schwierige Phasen durchlebt. Dann müsse das Team den richtigen Weg finden, ihn wieder zu motivieren.

„George hat seinen Weg und ich versuche, genau darauf einzugehen. Ich kenne ihn schon lange, ich verstehe seine Frustration und das Team steht zu 100 Prozent hinter ihm.“

Dass diese Unterstützung wirken kann, zeigte sich bereits in Österreich. Damals bremste Wolff seinen Fahrer im Qualifying mit einem einfachen Funkspruch: „George, jetzt fahr einfach!“ Russell holte anschließend die Poleposition und gewann das Rennen.

Montoya lobt Mercedes

Auch Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya sieht genau darin eine Stärke der Silberpfeile.

„Mercedes ist wirklich gut darin, seine Fahrer zu unterstützen und sich um sie zu kümmern“, sagt der Kolumbianer. Anders als manche Konkurrenz schiebe das Team seinen Fahrern bei Rückschlägen nicht sofort die Schuld zu.

WM-Rückstand wächst

Dennoch steht Russell vor einer schwierigen Aufgabe. Während Antonelli bereits sechs Rennen gewonnen hat, wurde der Saisonverlauf des Briten zuletzt immer wieder von technischen Problemen und Rückschlägen geprägt. 

Nach dem Aus in Spa ist der Rückstand im teaminternen WM-Duell weiter angewachsen – Mercedes hofft nun, dass Russell schon beim nächsten Rennen die passende Antwort auf der Strecke geben kann.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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