Pierre Gasly hat sein Monaco-Podium zurück, doch die Entscheidung der FIA sorgt für neuen Zoff in der Formel 1. Mercedes, Red Bull und McLaren prüfen nun rechtliche Schritte.
Was für Alpine ein Grund zum Feiern ist, sorgt bei der Konkurrenz für mächtig Ärger. Nachdem die FIA die beiden Zeitstrafen gegen Pierre Gasly aufgehoben und ihm Platz drei beim Monaco-GP zurückgegeben hat, melden sich nun Mercedes, Red Bull und McLaren zu Wort.
Der Grund für den neuerlichen Streit: Auch George Russell, Oscar Piastri, Lewis Hamilton und Franco Colapinto waren in Monaco wegen einer minimalen Überschreitung des Tempolimits in der Boxengasse bestraft worden. Anders als Gasly mussten sie ihre Strafen allerdings bereits während des Rennens absitzen.

Wolff prüft rechtliche Schritte
Vor allem Mercedes sieht sich benachteiligt. Teamchef Toto Wolff bestätigte am Rande des Spanien-GP in Barcelona, dass der Rennstall bereits mit Anwälten über mögliche Optionen spricht.
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„Wir müssen uns damit befassen, was wir für George tun können“, sagte Wolff. Der Österreicher verweist darauf, dass Russell durch die Strafe und einen anschließenden Fehler beim Absitzen der Sanktion entscheidend zurückgeworfen wurde und am Ende nurn 13. wurde.
Russell verlor mögliches Top-Ergebnis
Russell hatte sich in Monaco nach einem schwierigen Qualifying wieder nach vorne gearbeitet und lag zwischenzeitlich auf Rang vier. Weil Mercedes die Fünf-Sekunden-Strafe beim zweiten Boxenstopp nicht korrekt verbüßte, kam zusätzlich eine Durchfahrtsstrafe hinzu.
„Ohne die Strafe – beziehungsweise wenn wir sie korrekt verbüßt hätten – wäre das Ergebnis seines Rennens völlig anders ausgefallen“, erklärte Wolff.

Nach Berechnungen des Teams hätte Russell realistische Chancen auf Platz drei oder vier gehabt.
Auch Red Bull und McLaren reagieren
Neben Mercedes haben auch Red Bull und McLaren offiziell angekündigt, die Entscheidung prüfen zu lassen. Beide Teams haben bei der FIA zunächst eine sogenannte „Intention to Appeal“ hinterlegt und sich damit Zeit verschafft, um mögliche weitere Schritte vorzubereiten.
Noch ist allerdings offen, ob daraus tatsächlich ein offizieller Protest wird.
Chancen auf eine Änderung gering
Trotz aller Aufregung macht sich Wolff keine großen Hoffnungen. Das sogenannte „Right of Review“ muss innerhalb von 96 Stunden nach dem Rennen beantragt werden. Dieses Zeitfenster haben Mercedes und die anderen betroffenen Teams bereits verstreichen lassen.
„Glauben wir, dass wir realistisch gesehen eine Chance haben, das Ergebnis zu kippen? Ich glaube nicht“, räumte Wolff ein. „Aber wir müssen es versuchen, wenn es auch nur den geringsten Funken einer Chance gibt.“
Damit dürfte das Monaco-Nachspiel die Formel 1 noch einige Tage beschäftigen, obwohl die Königsklasse längst da snächste Rennen in Barcelona unter die Räder nimmt.
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