George Russell zieht nach dem Ungarn-GP ein emotionales Zwischenfazit. Der Mercedes-Pilot spricht offen über Frust, Rückschläge und seine dringend nötige Pause.
George Russell hat nach dem Großen Preis von Ungarn ein ernüchterndes Fazit zur ersten Saisonhälfte gezogen. Nach dem nächsten Rückschlag im Titelkampf wirkt der Mercedes-Pilot zunehmend ausgelaugt. Der Brite spricht offen über seine Enttäuschung, den Frust über die vielen Probleme und gesteht erstmals, dass er die bevorstehende Sommerpause dringend braucht.
In Ungarn wurde Russell bereits vor dem Start zurückgeworfen. Sein Mercedes fiel kurz vor dem Erlöschen der Ampeln ins Anti-Stall-Programm, wodurch er ans Ende des Feldes zurückfiel. Trotz einer starken Aufholjagd kam er nur auf Rang sieben ins Ziel und verlor weitere Punkte auf Teamkollege Kimi Antonelli.

„Ich wäre sonst jeden Tag enttäuscht“
Russell machte nach dem Rennen deutlich, dass ihn die vielen Rückschläge der Saison inzwischen zermürben. „Ich bin inzwischen über den Punkt der Enttäuschung hinaus. Wenn ich mich weiterhin über alles ärgere, was passiert, dann bin ich jeden Tag der Woche enttäuscht.“
Trotz des technischen Defekts versucht der Mercedes-Pilot, auch Positives mitzunehmen.
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„Es war wieder ein technisches Problem, das unser Rennen komplett ruiniert hat. Aber das Tempo war sehr stark. Das Team hat gesagt, wir waren so schnell wie jeder andere. So schnell waren wir seit drei Rennen nicht mehr.“
Dennoch kann Russell kaum glauben, wie viele Probleme ihn in dieser Saison bereits begleitet haben.
Sommerpause kommt zur richtigen Zeit
Auch die Ursache des missglückten Starts schilderte Russell. Kurz vor dem Start hätten die Motordrehzahlen plötzlich verrückt gespielt, ohne dass er darauf Einfluss nehmen konnte.

Mit Blick auf die anstehende Sommerpause sagt der Mercedes-Pilot: „Das Ergebnis war mies. Aber bei den Dingen, die ich selbst kontrollieren konnte, war ich okay. Normalerweise habe ich nie das Gefühl, eine Pause zu brauchen. Dieses Jahr brauche ich sie definitiv.“
Für Russell kommt die dreiwöchige Unterbrechung damit genau zum richtigen Zeitpunkt. Nach zahlreichen technischen Rückschlägen hofft der Brite, mit neuer Energie in die zweite Saisonhälfte zurückzukehren. In der WM liegt er 59 Punkte hinter seinem Teamkollegen und Spitzenreiter Kimi Antonelli.
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