Lando Norris rechnet mit der Formel 1 ab. Der Weltmeister kritisiert das aktuelle Reglement scharf und wirft der Königsklasse vor, Geld über den Sport zu stellen.
Die Kritik am neuen Formel-1-Reglement reißt nicht ab. Nun schlägt auch Weltmeister Lando Norris deutliche Töne an. Der McLaren-Pilot sieht die Königsklasse auf dem falschen Weg und spart nicht mit Kritik an den Verantwortlichen.
Vor dem Großen Preis von Ungarn machte der Brite klar, dass ihn die Entwicklung der Formel 1 zunehmend stört. Aus seiner Sicht stehen wirtschaftliche Interessen inzwischen über dem Sport.
Norris: „So sollte ein Sport nicht geführt werden“
Der amtierende Weltmeister sieht die Einführung der neuen Regeln vor allem als Folge wirtschaftlicher Entscheidungen. Zwar hätten dadurch Hersteller wie Audi oder Cadillac den Einstieg gewagt, doch dafür sei der sportliche Charakter aus seiner Sicht auf der Strecke geblieben.

„Es ist ein Geschäft. Jeder will Geld verdienen. Damit Audi und andere Teams wie Cadillac einsteigen konnten, mussten Änderungen vorgenommen werden“, so Norris.
Noch deutlicher wird Norris anschließend mit seinem Urteil über die Ausrichtung der Formel 1. „Die Formel 1 wird inzwischen zu stark davon geleitet, dass sie ein Geschäft ist. Es geht nicht mehr darum, wie man den Sport so gut wie möglich machen kann, sondern wie man als Unternehmen möglichst viel Geld verdient. So sollte ein Sport nicht geführt werden. Das hätte nie so sein dürfen. Das ist schade.“
Zukunft des Weltmeisters offen?
Die Kritik des Briten kommt nicht überraschend. Schon mehrfach hatte Norris in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, dass ihn die neue Fahrzeuggeneration nicht überzeugt. Auch viele andere Piloten, Ex-Piloten und Experten kritisieren das 2026er-Reglement zuletzt scharf.
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Hinzu kommt, dass Norris bereits Anfang des Jahres angedeutet hatte, seine Formel-1-Karriere womöglich nicht bis ins hohe Alter fortsetzen zu wollen. Damals erklärte er, dass er sich eine Familie wünsche und die Königsklasse deshalb früher verlassen wolle als etwa Rekordweltmeister Lewis Hamilton.
Mit seinen jüngsten Aussagen liefert der Weltmeister nun das bislang deutlichste Signal, wie kritisch er die aktuelle Entwicklung der Formel 1 sieht.
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