Formel 1

Mercedes-Boss teilt plötzlich gegen Audi aus!

Gabriel Bortoleto, Toto Wolff, Credit: Audi, Mercedes / Montage
Gabriel Bortoleto, Toto Wolff, Credit: Audi, Mercedes / Montage
Alex Warneke
Alex Warneke

Mercedes-Teamchef Toto Wolff rechnet nach dem Ungarn-GP gnadenlos ab. Der Österreicher kritisiert Audi, blaue Flaggen, Hinterbänkler und das eigene Team.

Mercedes reist zwar mit einem Podestplatz von Kimi Antonelli aus Ungarn ab, zufrieden ist Teamchef Toto Wolff aber überhaupt nicht. Nach dem Grand Prix in Budapest rechnete der Österreicher mit einer ganzen Reihe von Umständen ab: vom Virtual Safety Car über das Verhalten überrundeter Fahrer bis hin zu einem Fehler seines eigenen Teams.

„Das Einzige Positive an dem Wochenende ist, wie Kimi am Ende gefeiert hat und der Job, den die Mechaniker gemacht haben“, sagt Wolff bei Sky. Ansonsten überwog bei ihm der Frust.

Formel 1 Andrea Kimi Antonelli Mercedes Ungarn 2026
Andrea Kimi Antonelli. Credit: Jiri Krenek / Active Pictures

Wolff kritisiert VSC, blaue Flaggen und Audi

Wolff: „Ich ärgere mich über das virtuelle Safety-Car. Es ist das dritte oder vierte Mal, dass wir ein VSC genau gegen uns haben.“

Doch damit nicht genug. Auch das Verhalten der überrundeten Fahrer sorgte für Ärger. Wolff kritisierte vor allem die Situation um das System der Strecken-Marshalls und die Umsetzung der blauen Flaggen.

„Ich ärgere mich über das Marshaling-System, dass es mit den blauen Flaggen nicht funktioniert und über die Hinterbänkler, die nicht aus dem Weg gehen und ein Podium kosten können.“ Gabriel Bortoleto habe gegen George Russell sogar verteidigt, statt an die Seite zu fahren.

„Unglaublich“, schimpft der Mercedes-Teamchef und gibt den vier Ringen noch einen Kommentar mit auf den Weg. „Ein Fahrer sollte im Rückspiel schauen, was da passiert. Wenn hinter einem Audi plötzlich ein Mercedes ist, kann man mitdenken.“ Damit spielt er der Österreicher auf die Streckendominanz gegenüber dem konkurrierenden Premiumhersteller an.

„Das Hauptthema ist, dass einige Ingenieure an der Boxenmauer Teletubbies schauen und in den Himmel starren, anstatt ihren Fahrern zu sagen, dass da jetzt ein Zug kommt, der ums Podium kämpft“, so Wolff im ORF. „Ich war viele Jahre bei Williams. Ich weiß, wie es ist, wenn du um Platz zehn kämpfst. Aber wenn es vorn um wirklich was geht, dann ist der Ingenieur verpflichtet, dem Fahrer zu sagen, dass da jetzt was von hinten kommt. Dass das nicht passiert, ist einfach amateurhaft.“

Teamfehler kostet Russell Plätze

Auch beim Start lief aus Sicht von Mercedes nicht alles nach Plan. Russell fiel zunächst zurück, nachdem sein Auto beim Anfahren beinahe stehen geblieben wäre.

Formel 1 George Russell Mercedes Ungarn 2026
George Russell. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images

„Das hat nichts mit George zu tun. Es wurde ihm einfach zu viel Gas-Input gegeben“, erklärte Wolff und nahm seinen Fahrer ausdrücklich in Schutz.

Russell kämpfte sich anschließend zwar noch auf Rang sieben nach vorne, doch für Wolff war das deutlich zu wenig: „Wenn alles besser läuft, kämpfen wir mit zwei Autos ums Podium, vielleicht sogar um mehr. Stattdessen fahren wir mit einem dritten und einem siebten Platz nach Hause. Das ist einfach nicht gut genug.“

Trotz Frust wächst der WM-Vorsprung

Immerhin gab es aus Sicht der Silberpfeile auch eine positive Nachricht: Antonelli baute mit Platz drei seine Führung in der Fahrer-WM weiter aus. Viel Trost spendete das Wolff allerdings nicht.

„Schnell und fehlerhaft, so wie heute auch“, fasste er die erste Saisonhälfte zusammen. Genau daran müsse Mercedes nach der Sommerpause arbeiten, wenn das Team wieder regelmäßig um Siege kämpfen wolle.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


Verwandte Artikel