Ferrari-Fahrercoach Jock Clear arbeitete in seiner Karriere mit Lewis Hamilton und Michael Schumacher zusammen. Er vergleicht die zwei Rekordweltmeister.
Ferrari-Ingenieur Jock Clear hat einen spannenden Vergleich zwischen Lewis Hamilton und Michael Schumacher gezogen, dabei dem siebenmaligen Weltmeister Hamilton zwar mehr Naturtalent zugesprochen, Schumacher aber in einem entscheidenden Punkt klar vorne gesehen.
Clear arbeitete in seiner Karriere sowohl mit Michael Schumacher als auch mit Lewis Hamilton zusammen. Während Schumacher Ferrari zwischen 2000 und 2004 fünf WM-Titel in Folge bescherte, begleitet Clear heute unter anderem Charles Leclerc bei Ferrari und erlebt seit letztem Jahr auch Hamilton aus nächster Nähe.
„Hamilton hat mehr natürliches als Schumacher“
Sein Urteil über die beiden Formel-1-Legenden fällt dabei überraschend aus. „Hamilton hat wahrscheinlich mehr natürliches Talent als Schumacher“, erklärte Clear jetzt. „Aber ihm fehlt der Gesamtüberblick, der Michael immer ausgezeichnet hat.“

Besonders beeindruckt zeigte sich Clear von Schumachers Herangehensweise abseits der reinen Geschwindigkeit. Der Deutsche habe das große Ganze verstanden wie kaum ein anderer Fahrer.
„Muhammad Ali sagte: ‚Nicht der Berg auf deinem Weg hält dich auf, sondern der Kieselstein in deinem Schuh.‘ Michael verstand sehr gut, wo die Kieselsteine lagen“, sagte Clear.
Schumacher habe deshalb immer versucht, jedes noch so kleine Detail rund um sich perfekt zu organisieren. „Er sorgte dafür, dass alles um ihn herum perfekt war, weil er wusste, dass es auf einem gewissen Niveau wichtigere Aspekte als reine Geschwindigkeit gibt.“
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Clear weiter: „Michael hätte sicher selbst zugegeben, dass er weder der Schnellste noch der Mutigste war. Auf diesem Niveau kann jeder eine richtig schnelle Runde fahren.“
Der Unterschied zwischen guten und außergewöhnlichen Fahrern entstehe laut Clear bei den kleinen Details: „Die wirklich Erfolgreichen sind diejenigen, die das große Ganze im Blick haben und die kleinen Details beachten, die am Samstag und Sonntag den Unterschied ausmachen.“
Am Ende fällt Clears Fazit deshalb eindeutig aus: „Michael hatte die beste Balance all dieser Dinge.“
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