Formel 4

Häkkinen-Tochter feiert Formel-Debüt! So schlug sie sich

Ella Häkkinen, Formel 4, Credit: Jenzer Motorsport / Instagram
Ella Häkkinen, Formel 4, Credit: Jenzer Motorsport / Instagram
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Ella Häkkinen will Formel-1-Fahrerin werden – wie ihr Vater Mika. Den ersten Schritt hat sie am Wochenende gemacht: mit ihrem Formeldebüt am Red Bull Ring.

Es war das Duell, mit dem eine ganze Generation an Formel-1-Fans aufgewachsen ist: Michael Schumacher gegen Mika Häkkinen. Im direkten WM-Kampf standen sie 1998 und 2000 – erst mit dem besseren Ende für Häkkinen, 2000 dann für Schumacher.

Längst hat sich die nächste Generation in Stellung gebracht. Schumis Sohn Mick Schumacher hat es 2021 und 2022 mit Haas bis in die Formel 1 geschafft. 2026 fährt er in der IndyCar-Serie. Beim Indy 500 wird er der erste deutsche Starter seit 1923 sein.

Soweit ist Ella Häkkinen noch nicht. Aber mit 15 Jahren hat sie es schon weit gebracht: In der Kart-WM musste sie sich 2025 vor den Jungs nicht verstecken. Das brachte ihr auch einen Platz im Nachwuchsprogramm von McLaren ein.

Ella Häkkinen. Credit: McLaren
Ella Häkkinen. Credit: McLaren

Häkkinen glaubt an Frau in der Formel 1

An diesem Rennwochenende folgte ihr Debüt im Formelsport. In der zentraleuropäischen Formel 4 fuhr sie mit einem 160 PS starken Flitzer im Team des Schweizers Andreas Jenzer am Red Bull Ring. Die Serie gehört nicht zu den Top-Nachwuchsklassen, aber immerhin sind 41 Fahrer am Start. Nach den ersten vier Läufen liegt Ella Häkkinen auf Platz 15, mit einem achten Platz als bestes Resultat.

Häkkinen ist stolz auf seinen Nachwuchs: „Sie will unbedingt Rennfahrerin werden. Sie ist eine echte Draufgängerin und hat das Zeug dazu. Das sage ich nicht nur als Vater, sondern auch als ehemaliger Profirennfahrer.“ 

Der 57-Jährige ist sich sicher: „Es wird bald wieder eine Formel-1-Fahrerin geben. Ob Ella oder jemand anders, wird sich zeigen. Aber 40 Prozent der Formel-1-Fans sind weiblich. Das muss sich auch im Sport widerspiegeln.“

Mika Häkkinen Credit: Daimler AG
Mika Häkkinen Credit: Daimler AG

In Spielberg, wo nun Ella Häkkinen in den Motorsport eingestiegen ist, fuhr 1976 auch die letzte Frau bei einem Formel-1-WM-Lauf mit: Lella Lombardi kam in einem Brabham-Ford-Cosworth von RAM Racing auf Rang zwölf ins Ziel. Die letzte Frau, die für einen Grand Prix gemeldet war, war Giovanna Amati 1992 für Brabham – allerdings konnte sie sich nie qualifizieren.

Beste Frau nach Start der Formel 4 ist eine Deutsche

Ellas Vater gewann in Spielberg übrigens zwei seiner 20 Grands Prix – 1998 und 2000. Zweimal wurde der Finne Weltmeister. Davon träumt auch Ella Häkkinen.

Doch der Weg ist noch weit. Zunächst muss sie sich in den Nachwuchsklassen durchbeißen – auch gegen andere Frauen. Insgesamt sind in der zentraleuropäischen Formel 4 sieben Frauen am Start. Die Beste nach dem ersten Wochenende ist die Deutsche Mathilda Paatz (Rang elf) im Team ihres Vaters Michael Paatz.

Am letzten Mai-Wochenende finden die nächsten Rennen in Salzburg statt.

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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