Die Motorsport-Welt verliert eine ihrer größten Persönlichkeiten: Alex Zanardi ist tot. Der Italiener prägte den Sport und wurde mit seiner Geschichte zur Legende.
Die Motorsport-Welt trauert um Alessandro Zanardi. Der Italiener ist am 1. Mai im Alter von 59 Jahren verstorben. Die Nachricht bestätigte seine Familie. Damit verliert der Sport nicht nur einen außergewöhnlichen Rennfahrer, sondern vor allem eine der inspirierendsten Persönlichkeiten seiner Geschichte.
Zanardi war weit mehr als ein ehemaliger Formel-1-Pilot. Zwar startete er Anfang der 90er-Jahre unter anderem für Jordan, Minardi und Lotus in der Königsklasse, seinen größten sportlichen Durchbruch feierte er jedoch in den USA. In der CART-Serie wurde er mit spektakulärem Fahrstil und zwei Meistertiteln zur Legende und zum Publikumsliebling.

Schicksalsschlag, der alles veränderte
Im Jahr 2001 kam es auf dem Lausitzring zum folgenschweren Unfall. Zanardi verlor nach einer schweren Kollision beide Beine und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.
Mit unglaublichem Willen kämpfte sich der Italiener zurück, zurück ins Leben und sogar zurück in den Motorsport. Später ging er in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft an den Start und schrieb parallel eine zweite, noch beeindruckendere Karriere.
Zweites Leben als Paralympics-Held
Im Handbike wurde Zanardi zur Ikone. Er gewann mehrfach Gold bei den Paralympics und triumphierte bei großen Marathon-Rennen in Städten wie New York und Rom. Sein unerschütterlicher Optimismus und seine Lebensfreude machten ihn weltweit zu einem Vorbild.

Nach einem weiteren schweren Unfall im Jahr 2020 wurde es zunehmend still um den Italiener. Nun ist klar: Zanardi hat seinen letzten Kampf verloren.
Mehr als nur ein Rennfahrer
Mit Alessandro Zanardi verliert der Motorsport eine Persönlichkeit, die für Mut, Stärke und Lebenswillen stand wie kaum ein anderer.
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