2021 mit sechs deutschen Fahrern?

Formel E; Credit Formel E
Formel E; Credit Formel E
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Das Fahrerfeld der ABB FIA Formel E ist extrem stark besetzt: Unter den 28 Fahrer in dieser Saison waren unter anderem vier ehemalige Sieger der 24 Stunden von Le Mans, ein DTM-Champion, zwei Formel-2-Meister und auch neun Fahrer, die schon in der Formel 1 fuhren.

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Allein: Von den neun früheren Formel-1-Piloten war nur einer auch Rennsieger in der Königsklasse: Felipe Massa. Mit Pauken und Trompeten wurde der Brasilianer, der 2008 um ein Haar auch Weltmeister geworden wäre, daher in der Formel E empfangen. 

Doch Massa ist gescheitert: null Podestplätze, null Siege, vom Teamkollegen Edoardo Mortara in beiden Saisons klar geschlagen. „Aus verschiedenen Gründen haben wir die Ziele nicht erreicht, die wir erreichen wollten“, erklärt der Brasilianer. „Aber ich wünsche dem Venturi-Team für die Zukunft alles Gute. Ich hatte eine Menge Spaß hier.“ Dass Massa auch beim Saisonauftakt im Januar 2021 im Formel-E-Feld steht, ist eher unwahrscheinlich.

Besser sieht es für die deutschen Fahrer aus. Pascal Wehrlein und André Lotterer sind bereits bei Porsche bestätigt. Maximilian Günther bleibt bei BMW-Andretti, Alexander Sims wechselt aber zu Mahindra. 

Wehrlein; Credit Formel E
Wehrlein; Credit Formel E

DS Techeetah:  Meister Antonio Felix da Costa und Jean-Eric Vergne sind fix für die Saison 2021. 

Nissan e.dams: Die Japaner werden aller Voraussicht nach mit Sébastien Buemi und Oliver Rowland weitermachen. Beide bringen gute Leistungen. 

Mercedes: Auch beim besten deutschen Hersteller steht einer Vertragsverlängerung mit Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries nichts im Wege. 

Virgin-Audi: Robin Frijns bleibt, Sam Bird wird das Team aber verlassen und zu Jaguar wechseln. Sein Ersatz ist der Super-Formula-Meister Nick Cassidy. Der Neuseeländer ist damit als erster Rookie für 2021 fix. 

BMW-Andretti: Maximilian Günther bleibt, Alexander Sims wechselt zu Mahindra. Der Brite könnte damit Platz für einen BMW-Fahrer aus der DTM machen. Gehandelt werden Marco Wittmann und Lucas Auer. 

Audi Sport Abt Schaeffler: René Rast hat sich für ein Vollzeitcockpit 2021 empfohlen. Lucas di Grassi dürfte in eine siebte Saison mit Audi gehen, weil bessere Alternativen für den Brasilianer Mangelware sind. 

Jaguar: Bei Jaguar steht die Fahrerpaarung: Zu Mitch Evans stößt Sam Bird. Damit hat der britische Hersteller eine der besten Fahrerpaarungen im Feld. 

Porsche: Der deutsche Hersteller fährt 2021 mit einem rein deutschen Fahrer-Lineup: Zu André Lotterer stößt Pascal Wehrlein dazu. 

Mahindra: Alexander Sims ersetzt Jérôme D’Ambrosio. Alex Lynn hat sich bei seinem Einsatz in Berlin als Wehrlein-Ersatz empfohlen, ist aber noch nicht fix. 

Venturi-Mercedes: Edoardo Mortara wird wohl bleiben, Felipe Massa geht. Als Ersatz ist Testfahrer Norman Nato im Gespräch. 

Dragon: Nico Müller könnte aus Mangel an einem besseren Cockpit bleiben, Sergio Sette Câmara hat in Berlin brilliert und hat ebenfalls Chancen, an Bord zu bleiben. 

Nio333-Dragon: Auch Oliver Turvey hätte ein viel besseres Cockpit verdient. Ihm wird aber nichts anderes überbleiben, als bei Nio333 zu verharren, wenn er in der Formel E bleiben will. Dasselbe gilt für Daniel Abt. Immerhin: Nio baut 2021 wieder einen eigenen Motor. Damit sollte es bergauf gehen. Abt könnte der Formel E und dem Rennsport allgemein aber auch den Rücken kehren.

Mögliches Formel-E-Feld 2021
DS Techeetah: Antonio Felix da Costa – Jean-Eric Vergne
Nissan e.dams: Sébastien Buemi (?) – Oliver Rowland (?)
Mercedes: Stoffel Vandoorne (?) – Nyck de Vries (?)
Virgin-Audi: Robin Frijns – Nick Cassidy
BMW-Andretti: Maximilian Günther – Marco Wittmann (?)
Audi Sport Abt Schaeffler: Lucas di Grassi (?) – René Rast (?)
Jaguar: Mitch Evans – Sam Bird 
Porsche: André Lotterer – Pascal Wehrlein
Mahindra: Alexander Sims – Alex Lynn (?)
Venturi-Mercedes: Edoardo Mortara (?) – Norman Nato (?)
Dragon: Nico Müller (?) – Sergio Sette Câmara (?)
Nio333-Dragon: Oliver Turvey (?) – Daniel Abt (?)

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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