24h Le Mans

24h Le Mans live! BMW jagt Cadillac – Lotterer raus

24h Le Mans René Rast BMW 2026
René Rast. Credit: Credit: FIA WEC / DPPI
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Die Nacht ist vorbei, das Rennen spitzt sich zu: Acht Stunden vor dem Ziel liefern sich Cadillac, Toyota und BMW bei den 24 Stunden von Le Mans einen packenden Dreikampf um den Gesamtsieg.

Mit Sonnenaufgang über der Sarthe bleibt das Rennen völlig offen. An der Spitze hat sich der #12 Cadillac von Alex Lynn, Norman Nato und Will Stevens zwar etwas Luft verschafft, doch Toyota und BMW bleiben in Schlagdistanz.

Nach den jüngsten Boxenstopps führte Cadillac mit rund 20 Sekunden Vorsprung vor dem #8 Toyota. Direkt dahinter lauerte der #20 BMW mit René Rast, Robin Frijns und Sheldon van der Linde. Besonders van der Linde erhöhte zuletzt den Druck und fuhr zeitweise sogar die schnellsten Runden der Spitzengruppe.

24h Le Mans 2026 Cadillac V-Series.R #38
Credit: FIA WEC / DPPI

Dreikampf um den Gesamtsieg

Während Cadillac lange die Kontrolle behielt, profitierte Toyota von der starken Pace von Brendon Hartley. Der Neuseeländer machte innerhalb eines Stints mehrere Sekunden auf BMW gut und setzte die Verfolger unter Druck.

Die drei Hersteller bewegen sich mittlerweile auf nahezu identischen Boxenstopp-Strategien. Damit dürfte die Entscheidung in den letzten Rennstunden vor allem auf der Strecke fallen.

24h Le Mans 2026 Toyota TR010 Hybrid #08
Credit: FIA WEC / DPPI

Kurz nach 8:40 Uhr wurde das Rennen zudem zum fünften Mal neutralisiert. Eine Full-Course-Yellow-Phase unterbrach den Kampf an der Spitze vorübergehend.

Bitteres Aus für Genesis

Für Genesis endete das bislang starke Le-Mans-Debüt dagegen mit einer Enttäuschung. Der #17 GMR-001 Hypercar mit André Lotterer, Pipo Derani und Mathys Jaubert musste nach einem Aufhängungsschaden vorne rechts aufgeben. Jaubert stellte den Prototypen unmittelbar nach dem Dunlop-Bogen ab.

Besonders bitter: Der koreanische Hersteller hatte mit beiden Fahrzeugen das Hyperpole-Finale erreicht und zeitweise sogar die etablierten Werksteams geärgert.

24h Le Mans 2026 Genesis GMR-001 #19
Credit: FIA WEC / DPPI

Cadillac verliert einen Siegkandidaten

Auch Cadillac musste einen Rückschlag verkraften. Der #38 Cadillac von Earl Bamber, Jack Aitken und Sébastien Bourdais fiel nach Problemen mit der Servolenkung endgültig aus.

Das Fahrzeug gehörte lange zum erweiterten Favoritenkreis, ehe ein Defekt in den frühen Morgenstunden alle Hoffnungen auf den Gesamtsieg zerstörte.

Ferrari kämpft nur noch um Schadensbegrenzung

Ferrari spielt im Kampf um den Sieg inzwischen nur noch eine Nebenrolle. Der #50 Ferrari verlor bereits kurz nach Mitternacht durch Probleme mit der Feuerlöschanlage mehrere Runden und fiel weit zurück.

Bester Ferrari bleibt aktuell die #51 mit Antonio Giovinazzi, James Calado und Alessandro Pier Guidi auf Rang fünf. Der Rückstand auf die Spitze beträgt allerdings bereits mehrere Minuten.

24h Le Mans 2026 Ferrari 499P #51
Credit: FIA WEC / DPPI

Peugeot weiter chancenlos

Für die französischen Lokalmatadoren von Peugeot bleibt Le Mans auch beim 100-jährigen Motorsport-Jubiläum eine Enttäuschung. Der bestplatzierte 9X8 lag am Sonntagmorgen bereits drei Runden hinter dem Führenden und außerhalb der Top Ten.

Damit konzentriert sich der Kampf um den Gesamtsieg acht Stunden vor Schluss auf Cadillac, Toyota und BMW – mit leichten Vorteilen für die Amerikaner, aber längst noch ohne Vorentscheidung.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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