Rekordfeld am Nürburgring: 161 Autos starten bei den 24h 2026, mehr Teilnehmer als geplant.
Die 24 Stunden auf dem Nürburgring wachsen 2026 über sich hinaus. Statt der ursprünglich geplanten 150 Fahrzeuge werden nun 161 Autos beim Langstrecken-Klassiker in der Grünen Hölle zugelassen – so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr.
Zuletzt gab es 2014 ein noch größeres Feld. Möglich wird das XXL-Starterfeld nur durch eine kurzfristige Anpassung der Ausschreibung und durch den ungewöhnlichen Teamgeist im Fahrerlager.
Der Andrang war schlicht zu groß. Immer mehr Teams wollten Teil des Motorsport-Festivals werden, also suchte der ADAC Nordrhein gemeinsam mit den Teilnehmern nach Lösungen. Flächen wurden neu organisiert, Platzbedarfe reduziert, jeder Quadratmeter im Fahrerlager neu bewertet. Das Ergebnis: ein Rekordfeld, das die Vielfalt des 24h-Rennens wie kaum zuvor widerspiegelt.
Mega-Dichte in der Topklasse am Nürburgring
Allein in den Topkategorien SP9, SP-Pro, SP-X und AT1 stehen 49 Fahrzeuge, darunter über 40 GT3-Autos von gleich neun Herstellern. Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche sorgen für ein spektakuläres Aufgebot.

Im Mittelpunkt steht dabei ein prominenter Neuzugang: Max Verstappen. Der Formel-1-Weltmeister greift mit seinem eigenen Team ins Geschehen ein und teilt sich den Mercedes-AMG GT3 unter anderem mit Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella. Schon die bisherigen Einsätze auf der Nordschleife haben gezeigt: Dieses Quartett gehört sofort zu den Favoriten.
Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Titelverteidiger Rowe-BMW bringt gleich zwei stark besetzte Fahrzeuge an den Start, Schubert ergänzt das BMW-Aufgebot. Porsche setzt mit Manthey und dem „Grello“ rund um Kévin Estre, Thomas Preining und Ayhancan Güven erneut ein Ausrufezeichen. Dazu kommen Top-Teams wie Scherer PHX (Audi), Abt (Lamborghini), Walkenhorst (Aston Martin) oder HRT (Ford).
Multiclass-Racing bleibt das Herzstück
Trotz der geballten GT3-Power lebt das 24h-Rennen weiterhin von seiner einzigartigen Mischung. Insgesamt gehen Fahrzeuge in über 20 Klassen an den Start, von ambitionierten Privatfahrern bis hin zu Werkspiloten und Weltstars.
Dass 161 Fahrzeuge überhaupt für den Klassiker auf der Nürburgring-Nordschleife zugelassen werden konnten, ist alles andere als selbstverständlich. Moderne GT-Teams reisen mit deutlich größerem Aufwand an als noch vor Jahren: Trucks statt kleiner Zelte, mehr Personal, mehr Technik. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich die Teams gemeinsam auf Kompromisse eingelassen haben.
Rennleiter Walter Hornung bringt es auf den Punkt: Der besondere Geist der Nordschleife macht es möglich. Vom Werksteam bis zum Privatfahrer ziehen alle an einem Strang, weil jeder Teil dieses einzigartigen Rennens sein will.
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