Formel 1

Aston Martin sorgt mit blauem Licht für Aufsehen beim Formel-1-Test

Aston Martin AMR26, Formel-1-Test Barcelona 2026, Credit: F1
Aston Martin AMR26, Formel-1-Test Barcelona 2026, Credit: F1
Alex Warneke
Alex Warneke

Blaues statt rotes Hecklicht: Aston Martin sorgt beim Barcelona-Test für Rätsel. Was hinter dem ungewöhnlichen Signal wirklich steckt.

Aston Martin hat beim privaten Formel-1-Shakedown in Barcelona nicht nur mit seinem neuen Auto, sondern auch mit einem ungewöhnlichen Detail für Gesprächsstoff gesorgt. Als der AMR26 endlich auf die Strecke ging, leuchtete das Heckregenlicht plötzlich blau, statt wie üblich rot. Das warf sofort Fragen auf.

Der Hintergrund: Der britische Rennstall stieg verspätet in den fünftägigen Test ein. Erst an Tag vier drehte Lance Stroll die ersten Runden, Fernando Alonso folgte einen Tag später. Verzögerungen hatten den Zeitplan durcheinandergebracht. Für Alonso war es gleichzeitig der erste Einsatz in einem Renner, der unter maßgeblichem Einfluss von Formel-1-Stardesigner Adrian Newey entstanden ist.

Formel 1 Fernando Alonso Aston Martin Barcelona Test 2026
Fernando Alonso. Credit: Aston Martin

Technisch fiel der AMR26 sofort auf: Hoch angesetzte Querlenker, „Wikingerhörner“ an der Airbox, am Heckflügel befestigte Aufhängungsstreben und vieles mehr. Sportlich blieb Aston Martin zunächst vorsichtig. Stroll absolvierte nur wenige Umläufe, Alonso konnte am letzten Tag längere Runs fahren.

Was hat es mit dem blauen Licht am Aston Martin auf sich?

Und dann war da noch das blaue Licht am Heck. Normalerweise ist ein blaues Hecklicht in der Formel 1 ein Hinweis auf Fahrer ohne Superlizenz. Das traf auf Aston Martin natürlich nicht zu. Stattdessen nutzte das Team das Signal, um die Konkurrenz zu warnen: Stroll und Alonso fuhren zeitweise nicht mit voller Leistung. Der Rennstall informierte die anderen Teams bewusst, um gefährliche Geschwindigkeitsunterschiede zu vermeiden.

Das blaue Licht signalisierte also, dass der Honda-Antrieb nicht im vollen Leistungsmodus lief. Später, als Alonso ins reguläre Testprogramm wechselte, kehrte Aston Martin wieder zum roten Standardlicht zurück.

Für das Team steht derzeit ohnehin weniger die Performance im Fokus als das Verständnis des neuen Pakets. 2026 beginnt für die Mannschaft von Lawrence Stroll eine neue Ära als Werksmotorpartner von Honda. Das neue Reglement mit komplett überarbeiteten Aero-, Chassis- und Motorvorschriften, inklusive deutlich höherem Elektroanteil und ohne MGU-H, stellt alle Teams vor enorme Herausforderungen.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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