Formel 1

Formel-1-Experte: „Russell sollte jetzt mal mit Rosberg sprechen“

George Russell, Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Credit: Mercedes/Montage
George Russell, Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Credit: Mercedes/Montage
Alex Warneke
Alex Warneke

George Russell liegt bereits 50 Punkte hinter Kimi Antonelli. Formel-1-Insider Ralf Bach sieht Nico Rosberg als mögliches Vorbild im WM-Kampf.

Für George Russell wird die Lage im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft immer schwieriger. Vor dem Großen Preis von Ungarn liegt der Mercedes-Pilot bereits 50 Punkte hinter seinem Teamkollegen Kimi Antonelli. Formel-1-Insider Ralf Bach sieht den Briten in einer Negativspirale und empfiehlt ihm ausgerechnet ein Gespräch mit Ex-Weltmeister Nico Rosberg.

„Da muss viel passieren. Er muss sein Selbstbewusstsein wiederfinden, das ist im Moment im Keller“, analysiert Bach die aktuelle Situation bei Mercedes.

Formel 1 George Russell Mercedes Spa 2026
George Russell. Credit: Richard Pardon

„Antonelli scheint das Reglement wie auf den Leib geschneidert zu sein. Der fährt einfach natürlich, hat seine Instinkte und kennt auch nicht viel anderes, weil er erst 19 ist“, erklärt Bach. „Er kommt damit einfach super klar und hat natürlich auch Freude am Fahren, weil es bei ihm läuft.“

Russell steckt laut Bach in einer Negativspirale

Das Rennen in Spa verschärfte die Situation zusätzlich. Während Russell nach der Kollision mit Lewis Hamilton ausschied, feierte Antonelli den Sieg. Der Vorsprung in der WM wuchs dadurch auf 50 Punkte. „Das war natürlich genau das, was nicht passieren durfte. Er fällt aus, Antonelli gewinnt“, so Bach.

Der Formel-1-Experte sieht Russell deshalb in einer schwierigen psychologischen Situation. Der Brite müsse nicht nur versuchen, seinen Rückstand auf der Strecke aufzuholen, sondern gleichzeitig damit umgehen, dass Antonelli im Team eine besondere Stellung genieße.

Rosberg als Vorbild für Russell?

Eine ähnliche Situation habe es bei Mercedes bereits gegeben. Genau deshalb bringt Bach einen prominenten ehemaligen Mercedes-Piloten ins Spiel.

„Er sollte mal mit Nico Rosberg reden“, sagt Bach. „2014 und 2015 war Lewis Hamilton auch das Hätschelkind bei Mercedes, besonders von Niki Lauda. Nico Rosberg musste dagegen anrennen und er wusste auch, er rennt gegen eine Wand.“

Formel 1 George Russell und Andrea Kimi Antonelli Mercedes Barcelona 2026
George Russell und Andrea Kimi Antonelli. Credit: Andy Hone/LAT Images

Trotzdem gelang Rosberg schließlich das scheinbar Unmögliche: 2016 setzte er sich gegen Hamilton durch und wurde Formel-1-Weltmeister. „Er hat es trotzdem geschafft, indem er völlig in sich ging, sich auch mentale Trainer genommen und auf Ratschläge von Freunden gehört hat.“

Die entscheidende Frage für den Mercedes-Piloten sei nun: „Wie kann ich in Antonellis Kopf kommen?“

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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