Formel 1

Ex-Formel-1-Fahrerin tritt bei den Olympischen Winterspielen an

Simona de Silvestro mischt 2026 bei den Olympischen Winterspielen mit, Credit: Simona de Silvestro / Instagram
Simona de Silvestro mischt 2026 bei den Olympischen Winterspielen mit, Credit: Simona de Silvestro / Instagram
Alex Warneke
Alex Warneke

Bob statt Motorsport, Simona de Silvestro mischt bei den Olympischen Winterspielen mit. Die einstige Sauber-Testfahrerin startet für Italien.

Vom Asphalt auf die Eisbahn: Simona de Silvestro wagt einen spektakulären Sportarten-Wechsel und steht bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand/Cortina am Start. Die frühere Sauber-Testfahrerin tritt im Bob an.

De Silvestro war 2014 eng mit dem Sauber-Projekt verbunden, absolvierte Tests und arbeitete auf die Superlizenz hin. Ein geplanter F1-Stammplatz zerschlug sich jedoch nach vertraglichen Komplikationen. Die Schweizerin blieb dem Spitzensport allerdings treu, fuhr Formel E (Andretti, 2015/16), IndyCar mit sieben Starts beim Indy 500 und einem Podium in Houston 2013, dazu absolvierte sie Einsätze in den V8 Supercars und der GT3.

Indycar de Silvestro Indy 500 2021 03
Simona de Silvestro. Credit: IndyCar

Vom Motorsport zu den Olympischen Winterspielen

2022 folgte der radikale Wechsel in den Bobsport. Nun ist sie offiziell im Mono- und Zweierbob bei Olympia gemeldet. Ihr Zeitplan: Monobob ab 15. Februar, Zweierbob ab 20. Februar. Zuvor sammelte De Silvestro bereits internationale Erfahrung im Weltcup, unter anderem in Winterberg. Anders als im Motorsport, wo sie für die Schweiz antrat, startet sie bei den Olympischen Winterspielen unter italienischer Flagge.

Ihre Motivation beschreibt sie offen: „Die Olympischen Spiele haben mich schon immer inspiriert. Vor etwa 15 Jahren dachte ich: Es wäre unglaublich, einmal dort zu starten.“ Nach intensiver Recherche fiel die Wahl auf den Eiskanal: „Bob ist der Sport, der mir helfen kann, diesen Traum zu erreichen.“

Simona De Silvestro, Credit: Simona De Silvestro / Instagram
Simona de Silvestro, Credit: Simona de Silvestro / Instagram

Parallelen sind zwischen Motorsport und Bob in jedem Fall vorhanden. Hohe G-Kräfte, Präzision, Mut und Technikgefühl sind in beiden Sportdisziplinen elementar. Allerdings muss sie beim Start nun selbst schieben, statt nur aufs Gaspedal zu treten: „Der Start ist der wichtigste Teil, deshalb muss ich dort am meisten in mein Training investieren, Geschwindigkeit, Kraft, Technik. Ich bin in meinem Leben noch nie gesprintet, ich saß immer nur im Rennwagen“, sagte sie einst in einem Interview.

Medaillenchancen rechnet sich de Silvestro jedoch nicht aus. Im diesjährigen Weltcup war ihre beste Platzierung ein 15. Rang im Monobob und ein 17. im Zweierbob. Doch bei den Olympischen Spielen gilt bekanntlich das Motto „Dabeisein alles“.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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