12h Bathurst

Horror-Crash mit Känguru: Deutscher Rennfahrer spricht nach Schock-Moment

Bathurst 12h 2026 Christopher Mies Ford Mustang
Christopher Mies. Credit: Ford

Schockmoment beim Langstrecken-Klassiker in Australien: Christopher Mies rast bei 250 km/h in ein Känguru.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Schockmoment beim Langstrecken-Klassiker in Australien: Christopher Mies rast bei 250 km/h in ein Känguru.

Unglaublicher Zwischenfall bei den 12 Stunden von Bathurst: Christopher Mies kollidierte in Runde vier im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Team mit einem Känguru. Der Frontbereich des Autos wurde komplett zerstört. Mies blieb unverletzt – doch die Bilder und der Geruch werden ihn noch lange begleiten.

„Die Windschutzscheibe war komplett zertrümmert. Ich war voller Blut und allem, was sonst noch in einem Känguru drin ist“, schilderte Mies später. „Meine Augen waren voller Blut und den Eingeweiden des Kängurus, also musste ich sie zuerst reinigen, weil ich keine Ahnung hatte, wo ich war. Ich schaute durch das Seitenfenster, sah eine Mauer und versuchte, so nah wie möglich an die Mauer auf der linken Seite heranzufahren.“

Mies nach Känguru-Aufprall: „Ich musste kotzen“

Bathurst 12h 2026 Christopher Mies Ford Mustang
Christopher Mies. Credit: Ford

Das Tier überlebte den Aufprall nicht. Mies konnte den stark beschädigten Mustang aus eigener Kraft verlassen – sichtlich geschockt und mit blutverschmiertem Overall.

Auch Kelvin van der Linde erwischte das Känguru mit seinem BMW M4 GT3 von Team WRT. Mechaniker fanden später Fleischreste im Kühler. Der Südafrikaner konnte das Rennen dennoch fortsetzen. 

Besonders drastisch schilderte Mies die Minuten nach dem Einschlag: „Ich musste mich einfach übergeben. Der Geruch war unglaublich.“ Trotz zweimaligem Duschen habe er den Geruch noch in der Nase. Helm und Overall sind unbrauchbar. Sie wandern in den Müll.

Mit Galgenhumor kündigte er später an, seinem Sohn kein Kängurukuscheltier mitzubringen, sondern lieber einen Koala oder Wombat. HRT-Teamchef Ulrich Fritz sprach von „Pech“. Bei rund 245 km/h könne man nichts machen, wenn ein Tier plötzlich auf die Strecke springe. „Zum Glück wurde außer dem Tier niemand verletzt.“

Bathurst bleibt damit, was es immer war: spektakulär und brutal. Für Mensch und Tier.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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