Red Bull oder Mercedes vorne? Charles Leclerc glaubt, dass beide noch Performance verstecken und Ferrari aktuell nur die Nummer drei ist.
Charles Leclerc hat nach den ersten Testtagen in Bahrain eine klare Tendenz für die Kräfteverhältnisse 2026 ausgemacht und die dürfte Ferrari-Fans nicht unbedingt gefallen. Trotz komplett neuer Motoren, massiv veränderter Hybrid-Systeme und deutlich komplexerem Energiemanagement sieht der Ferrari-Star aktuell zwei Teams vorne: Red Bull und Mercedes.
„Ich denke, Red Bull und Mercedes liegen ein Stück vor uns“, ordnete der Monegasse die Lage nach den ersten Kilometern mit dem SF-26 ein. Dabei sei die Einschätzung in diesem Jahr schwieriger denn je. Durch den deutlich stärkeren Elektroanteil im neuen Antrieb lasse sich Performance extrem gut verstecken. Lift-and-coast, veränderte Rekuperations-Strategien oder bewusst konservative Motor-Mappings könnten auf einer Runde schnell mehrere Zehntel kosten, oder bringen.

Wie viel haben Red Bull und Mercedes noch in der Hinterhand?
„Es ist so schwierig zu verstehen“, erklärte Leclerc. „Schon bei der vorherigen Generation war es kompliziert. Aber jetzt, mit der viel stärkeren elektrischen Leistung, gibt es so viele Stellschrauben. Man kann das wahre Potenzial auf unzählige Arten verstecken.“
Genau deshalb glaubt er, dass vor allem Red Bull und Mercedes derzeit nicht alles zeigen. Allerdings schieben sich derzeit alle Top-Teams gegenseitig die Favoritenrolle zu. Für Leclerc ist aber klar: „Red Bull hat seit Testbeginn beeindruckende Dinge beim Antrieb gezeigt. Und auch Mercedes zeigt manchmal sehr starke Ansätze. Aber ich habe das Gefühl, dass sie sich noch deutlich bedeckt halten.“
Hinter dem Duo sieht er Ferrari aktuell auf Rang drei, allerdings mit überschaubarem Rückstand. McLaren sei schwer einzuschätzen, die Abstände insgesamt eng. Immerhin: Ferrari überzeugt bislang mit Stabilität. Keine Zuverlässigkeitsprobleme, sauberes Testprogramm, Ergebnisse im Rahmen der Simulationen. „Das ist eine gute Basis“, so Leclerc.
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