Nach Verstappens ehrlichen Worten zur neuen Formel 1 greift F1-Boss Stefano Domenicali ein und führt ein „sehr konstruktives“ Gespräch mit dem Red Bull-Star.
Die scharfen Worte von Max Verstappen zu den neuen 2026er-Autos sind nicht ungehört verhallt. Jetzt hat sich Formel-1-CEO Stefano Domenicali persönlich eingeschalte– und ein direktes Gespräch mit dem Weltmeister geführt.
Verstappen hatte die neuen Renner zuletzt als „Formel E auf Steroiden“ bezeichnet und deutlich gemacht, dass ihm das neue Fahrgefühl nicht zusagt. Vor allem das starke Energiemanagement und der Wegfall klassischer Vollgas-Phasen sind ihm ein Dorn im Auge.

Domenicali reagiert gelassen und betont die Bedeutung des Niederländers für die Königsklasse. „Ich habe Max gestern getroffen. Er ist unglaublich und hat eine Art, Dinge zu sagen, die manchmal auf eine bestimmte Weise interpretiert werden können“, erklärte der Italiener.
Verstappen spricht mit der FIA
Gleichzeitig stellte er klar: „Ich garantiere euch, dass Max sich mehr als jeder andere um die Formel 1 kümmert. Er hat nur eine bestimmte Art, seine Punkte zu formulieren.“ Das Treffen sei „sehr konstruktiv“ gewesen. Zudem werde Verstappen auch mit der FIA und den Teams sprechen, „um seine Sichtweise darzulegen, was seiner Meinung nach getan werden muss, um den Fahrstil im Mittelpunkt zu halten, ohne den grundsätzlichen Ansatz zu verändern.“
Domenicali warnt vor vorschnellen Urteilen. Große Regelrevolutionen hätten in der Vergangenheit immer Skepsis ausgelöst, sei es 2014 mit den Hybridmotoren oder 2022 mit den Ground-Effect-Autos. Oft habe sich das Bild erst nach den ersten Rennen geklärt.
Auch Spekulationen über einen möglichen Rückzug Verstappens weist der F1-Boss zurück. Der Niederländer selbst hatte zuletzt erklärt: „Nicht etwas zu mögen bedeutet nicht, dass ich es nicht machen will. Als Purist würde ich andere Regeln bevorzugen. Aber das ist die Realität. Ich werde versuchen, das Maximum herauszuholen.“
Nun richten sich alle Augen auf den Saisonauftakt in Australien. Liefert das neue Reglement packende, natürliche Duelle, dürfte sich die Aufregung schnell legen. Dominiert aber das Energiemanagement bei Überholmanövern und Rad-an-Rad-Kämpfen, wird es ungemütlicher in der Königsklasse…
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