Neuer Motor, große Erwartungen; doch Max Verstappen bleibt vor dem Saisonstart 2026 überraschend nüchtern.
Max Verstappen ist in Melbourne gelandet. Erstmals seit 2021 hat er bei Start in eine neue Saison keinen aktuellen WM-Titel im Gepäck. Den will er sich 2026 von Lando Norris (McLaren) zurückholen. Allein: Leicht wird das nicht.
Hintergrund: Red Bull geht 2026 mit einem komplett neuen Motor an den Start: Die Antriebseinheit ist eine Eigenentwicklung in Kooperation mit Ford – ein Mammutprojekt. Viele Experten hatten Zweifel, ob der erste eigene Red Bull-Motor gut genug wird. Doch nach den Testfahrten in Bahrain klingt Max Verstappen angesichts solcher Zweifel fast schon amüsiert.
Verstappen lobt neuen Red Bull-Motor
„Ich finde es ziemlich bemerkenswert, dass wir mit einem so neuen Motor und mit so vielen neuen beteiligten Leuten eigentlich alles gut unter Kontrolle hatten“, sagt der Weltmeister vorm Saisonstart in Australien. Er sei „sehr zufrieden“, dass der neue Antrieb bislang „sehr wenige Probleme“ gemacht habe.

Dabei war genau dieser Motor im Vorfeld als größte Schwachstelle des ehemaligen Weltmeisterteams ausgemacht worden. Entsprechend erinnert Teamchef Laurent Mekies daran, dass auf dem heutigen Motoren-Campus „vor etwas mehr als drei Jahren nichts mehr war als ein Feld“.
Verstappen nimmt die Skepsis mit Humor: „Sie dachten wahrscheinlich, wir würden auftauchen und der Motor würde einfach sofort in die Luft fliegen. In dieser Hinsicht haben wir also schlichtweg einen tollen Job gemacht und haben die Dinge gut unter Kontrolle. Darauf können wir definitiv stolz sein.“
Verstappen zufrieden, aber noch nicht siegfähig?
Doch Verstappen bleibt auch realistisch. Trotz ordentlicher Testleistungen sieht er Red Bull beim Auftakt in Melbourne noch nicht ganz vorne. „Wenn man sich dann die Performance ansieht, denke ich schon, dass wir noch einen Schritt machen müssen, um wirklich ganz vorne mitzukämpfen“, sagt er offen. „Denn im Moment glaube ich nicht, dass wir um den Sieg mitfahren werden.“
Das klingt ungewohnt defensiv für den viermaligen Weltmeister. Doch der Niederländer betont, dass man realistisch bleiben müsse: „Es war, denke ich, nicht unsere Erwartung, dass wir mit der Einführung dieses Reglements und mit unserem eigenen Motor sofort in dieser Position sein würden.“
Trotzdem bleibt der Ehrgeiz ungebrochen. „Wir sind sehr realistisch, dass es nicht einfach sein wird“, räumt der viermalige Champion ein. „Andererseits haben wir durchaus den Ehrgeiz, diese Schritte nach vorne zu machen.“
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