Für Nico Hülkenberg wird der Formel-1-Saisonauftakt in Australien zum Albtraum. Für den einzigen deutschen Stammfahrer im Feld ist beim Audi-Debüt in der Königsklasse schon vorm Start Schluss. Dabei hatte das Wochenende zunächst ordentlich begonnen. Im Qualifying stellte der 38-Jährige seinen Rennwagen mit den vier Ringen auf Startplatz elf und durfte auf Punkte bei der Premeiere des neuen Werksteams hoffen.
Doch auf der Einführungsrunde zum Start tauchen plötzlich technische Probleme auf. Rund 100 Meter vor der Startaufstellung bleibt Hülkenbergs Audi stehen. Das Auto wird zunächst auf seinen Startplatz geschoben. Doch von dort wird es zurück in die Garage bugsiert. Hülkenberg sieht man in den TV-Bildern an, wie bedient er ist.

Telemetrie-Ausfall legt Audi lahm
Auch in der Box versucht das Team zunächst noch, den Wagen rechtzeitig wieder zum Laufen zu bringen. Doch die Reparatur misslingt. Als das Rennen beginnt, kann Hülkenberg nur zuschauen.
Audi-Teamchef Jonathan Wheatley entschuldigt sich später bei den Fans:
„Ich möchte allen deutschen Fans und allen Nico-Fans sagen: Es tut mir leid, dass ihr ihn heute nicht sehen konntet.“ Den Grund für das Problem erklärt er so: „Wir haben auf dem Weg in die Startaufstellung die Telemetriedaten verloren. Es gab keinerlei Kommunikation mehr mit dem Auto. Wir hatten einen Verdacht und haben versucht, das Problem zu beheben, aber es ist uns nicht gelungen.“
Hülkenberg schweigt nach dem Rennen
Hülkenberg selbst äußert sich zunächst nicht zu dem Debakel. Der Deutsche verzichtet nach dem Rennen auf TV-Interviews, weshalb keine Aussagen von ihm vorliegen.

Ganz ohne Erfolg bleibt das erste Rennen für Audi jedoch nicht. Teamkollege Gabriel Bortoleto fährt beim Debüt des Werksteams auf Rang neun und holt damit sofort WM-Punkte.
Teamchef Wheatley spricht deshalb trotz des Hülkenberg-Dramas von einem besonderen Moment: „Wir sind ein komplett neues Team, alles ist neu: das Auto, das Getriebe, einfach alles. Dass wir direkt in unserem ersten Rennen Punkte holen, ist ein historischer Tag.“
Auch Audi-CEO Gernot Döllner ist vor Ort, sagt vorm Start bei Sky: „Das ist eine tolle Reise fürs Team bis hier hin. Es ist wirklich Aufbruchstimmung bei Audi.“ Gleichzeitig räumt er ein: „Im ersten Jahr müssen wir erst einmal viel lernen und unsere Hausaufgaben machen.“ Am Ende des Jahres werde entscheidend sein, wie das Team sich entwickelt habe.
An der Spitze feiert Mercedes einen perfekten Saisonstart. George Russell gewinnt den Großen Preis von Australien vor Teamkollege Kimi Antonelli. Charles Leclerc (Ferrari) komplettiert das Podium.
Formel 1: Australien Grand Prix 2026
Rennen, Ergebnis
| Position | Fahrer | Team | Zeit | Abstand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | George Russell | Mercedes | 01:22.670 Std. | |
| 2 | Andrea Kimi Antonelli | Mercedes | 01:22.417 | 00:02.974 |
| 3 | Charles Leclerc | Ferrari | 01:22.579 | 00:15.519 |
| 4 | Lewis Hamilton | Ferrari | 01:22.423 | 00:16.144 |
| 5 | Lando Norris | McLaren | 01:22.358 | 00:51.741 |
| 6 | Max Verstappen | Red Bull | 01:22.091 | 00:54.617 |
| 7 | Oliver Bearman | Haas | 01:24.020 | +1 Rnd. |
| 8 | Arvid Lindblad | Racing Bulls | 01:24.182 | +1 Rnd. |
| 9 | Gabriel Bortoleto | Audi | 01:23.257 | +1 Rnd. |
| 10 | Pierre Gasly | Alpine | 01:24.486 | +1 Rnd. |
| 11 | Esteban Ocon | Haas | 01:24.424 | +1 Rnd. |
| 12 | Alex Albon | Williams | 01:24.375 | +1 Rnd. |
| 13 | Liam Lawson | Racing Bulls | 01:23.783 | +1 Rnd. |
| 14 | Franco Colapinto | Alpine | 01:22.926 | +2 Rnd. |
| 15 | Carlos Sainz | Williams | 01:23.590 | +2 Rnd. |
| 16 | Sergio Perez | Cadillac | 01:26.070 | +3 Rnd. |
| 17 | Lance Stroll | Aston Martin | 01:25.410 | +15 Rnd. |
| 18 | Fernando Alonso | Aston Martin | 01:25.713 | +37 Rnd. |
| 19 | Valtteri Bottas | Cadillac | 01:27.364 | +42 Rnd. |
| 20 | Isack Hadjar | Red Bull | 01:25.239 | +47 Rnd. |
| 21 | Oscar Piastri | McLaren | – | – |
| 22 | Nico Hülkenberg | Audi | – | – |
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