Formel 1

Hände und Füße taub! Formel-1-Star muss Rennen aufgeben

Fernando Alonso, Credit: Aston Martin
Fernando Alonso, Credit: Aston Martin
Alex Warneke
Alex Warneke

Fernando Alonso muss den China-GP aufgeben. Hände und Füße werden taub, Stroll fällt sogar schon nach neun Runden aus.

Für Aston Martin wird der Saisonstart 2026 immer mehr zum Albtraum. Auch beim Großen Preis von China endet das Wochenende für das Team erneut mit zwei Ausfällen. Lance Stroll musste seinen Aston Martin bereits nach neun Runden abstellen. Wenig später erwischte es auch Teamkollege Fernando Alonso, der gegen Rennmitte aufgeben musste.

Dabei hatte sich das Debakel schon angedeutet. Bereits beim Saisonauftakt in Australien kämpfte das Team mit schweren Vibrationen, defekten Batterien und Ersatzteilmangel. Immerhin schaffte es Aston Martin beim GP China, im Sprint die Ziellinie zu sehen – wenn auch am Ende des Feldes.

Alonso kämpft mit starken Vibrationen

Im Rennen wurde Alonso jedoch wieder ordentlich durchgeschüttelt. „Wir hatten heute mehr Vibrationen als in allen anderen Sessions des Wochenendes“, berichtet er. „Ich konnte körperlich einfach nicht viel länger durchhalten. Meine Hände und Füße wurden taub, ich habe das Gefühl verloren, das war kein schönes Gefühl.“

Lance Stroll und Fernando Alonso, Credit: Aston Martin
Lance Stroll und Fernando Alonso, Credit: Aston Martin

Der Spanier schleppte seinen Aston Martin immerhin 32 Runden um den Kurs, bevor das Team ihn schließlich aus dem Rennen nahm.

Anschließend beschreibt Alonso das aktuelle Problem seines Autos ungewöhnlich offen: „Einige der Fortschritte, die wir gemacht haben, waren künstlich. Wir haben einfach die Drehzahl des Motors reduziert, damit das Auto weniger vibriert“, erklärt der Spanier. Im Rennen funktioniere das allerdings nur begrenzt: „Beim Überholen oder wenn man Energie zurückladen muss, braucht man hohe Drehzahlen – dann kommen die Vibrationen zurück.“

Immerhin sieht er einen kleinen Lichtblick: „Die Starts machen Spaß. Wie schon in Australien startet das Auto sehr gut.“ Danach beginne jedoch ein anderes Spiel: „Nach der ersten Runde sind alle Batterien voll. Danach beginnt diese Art Batterie-Weltmeisterschaft – und darin sind wir einfach nicht gut.“

Stroll: „Plötzlich war alles aus“

Noch schneller war das Rennen für Lance Stroll vorbei. Der Kanadier musste seinen Aston Martin bereits nach wenigen Umläufen abstellen. „Ich habe in Kurve 1 eingelenkt und plötzlich ist alles ausgegangen. Ich kann nicht sagen, woran es lag, ob Motor, Batterie oder etwas Elektronisches.“ Der gestrandete Stroll löste im Rennen eine Safety-Car-Phase aus.

Aston Martin aktuell chancenlos

Auch sportlich ist Aston Martin derzeit weit von der Spitze entfernt. Im Schnitt fehlten Alonso rund vier Sekunden auf Spitzenreiter Mercedes. Nur Cadillac drehte in einzelnen Runden mal langsamere Zeiten als Aston Martin.

Das Team selbst weiß: In dieser Krise geht es weniger um Ergebnisse, sondern darum, möglichst viele Runden zu sammeln, Probleme zu erkennen und zu lösen und das Auto zu verstehen. Aston Martin befindet sich praktisch noch in den Wintertests.

Hoffnung auf Updates in Japan

Beim nächsten Rennen in Suzuka, dem Heimspiel des Motorenlieferanten Honda, soll Aston Martin neue Teile erhalten. In China war man aufgrund der Ersatzteilprobleme abstimmungstechnisch stark eingeschränkt.

Ein Trost: Aufgrund der Ausfälle der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien findet mit dem GP Japan in den kommenden sieben Wochen nur ein Rennen statt. Das gibt Zeit, die umfänglichen Probleme anzugehen, ohne zu viel Boden in der WM-Tabelle zu verlieren.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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