Wie Motorsport.com Italien berichtet, kommt es in der Formel 1 zu einer überraschenden Rochade mit weitreichenden Folgen.
Update: Aston Martin kommentiert den Bericht von Motorsport.com auf Nachfrage von Sky Deutschland als „Gerücht und Spekulation“. Das Team stehe voll hinter Adrian Newey als Technischem Partner und Teamchef.
Allein: Nach Informationen von F1-Insider.com soll Wheatley tatsächlich auf dem Weg zu Aston Martin sein. Mit Audi muss derzeit noch über die Sperrzeit, das sogenannte Gardening Leave, verhandelt werden
Bei Aston Martin überschlagen sich die Ereignisse. Wie Motorsport.com Italien berichtet, soll das Team vor einem überraschenden Führungswechsel stehen. Technik-Genie Adrian Newey soll demnach seinen Posten als Teamchef schon nach wenigen Wochen wieder abgeben. Stattdessen wolle sich der Brite künftig wieder vollständig auf die technische Entwicklung konzentrieren.
Noch brisanter ist allerdings die Personalie seines möglichen Nachfolgers. Ausgerechnet Jonathan Wheatley, aktuell Teamchef beim Audi-Projekt, soll vor einem Wechsel zu Aston Martin stehen. Damit würde der Brite das deutsche Werksteam bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen.
Aston Martin: Rückkehr zu alten Strukturen
Newey war erst vor wenigen Monaten in die Teamchef-Rolle gerückt. Die Aufgabe kam in einer ohnehin schwierigen Phase für Aston Martin. Die sportlichen Erwartungen konnten bislang nicht erfüllt werden, weil der Honda-Antrieb große Probleme macht. Intern gilt die Situation als angespannt.

Gemäß dem Bericht soll Neweys Fokus nun wieder dort liegen, wo er seine größte Stärke hat: bei der Entwicklung der Autos. In der Formel 1 gilt er als Daniel Düsentrieb der Königsklasse, als Design-Genie, das die besten Ideen immer noch auf dem Zeichenbrett festhält.
Wheatley vor nächstem Karriereschritt
Für Wheatley wäre der Wechsel gleich doppelt interessant. Der Brite kennt das Umfeld in England bestens, schließlich arbeitete er rund zwei Jahrzehnte bei Red Bull. Silverstone liegt nur wenige Kilometer vom ehemaligen Arbeitgeber und damit auch seinem Zuhause entfernt.

Entscheidend könnte sein, dass ihm bei Aston Martin mehr Entscheidungsfreiheit winkt als zuletzt bei Audi. Dort arbeitete er eng mit F1-Projektleiter Mattia Binotto zusammen, hatte mit dem Italiener aber gleichzeitig auch einen Chef über sich.
Folgen für Audi
Für Audi wäre ein Abgang ein herber Rückschlag. Das Projekt steckt ohnehin noch im Aufbau, die Strukturen sind nicht vollständig etabliert. Ein erneuter Wechsel auf der Teamchef-Position würde zusätzliche Unruhe bringen.
Wann genau es zu der Rochade kommt, ist noch offen. Eigentlich kann ein Teamchef nach Kündigung nicht sofort zu einer anderen Mannschaft wechseln, sondern muss ein sogenanntes Gardening Leave einhalten. Klar ist aber schon jetzt: Diese Personalentscheidung könnte die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 stärker beeinflussen als so manches Update am Auto.
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