Nach den dominanten Wochenenden in Australien und China steht Mercedes im Fokus der Konkurrenz: Ferrari hat die FIA eingeschaltet.
Die Konkurrenz kämpft derzeit an allen Fronten gegen das erneut dauer-siegende Mercedes-Team! Nach dem dominanten Auftritt beim China-GP sorgt die Technik des Silberpfeils für neuen Zündstoff in der Formel 1. Laut italienischen Medien hat Ferrari die FIA um Aufklärung gebeten: Es geht um den Frontflügel der Rennwagen von George Russell und Kimi Antonelli.
Ferraris Verdacht auf Mercedes-Trick
Im Zentrum steht eine mögliche Besonderheit am aerodynamisch aktiven Bereich des Mercedes-Flügels. Konkret soll das System beim Bremsen nicht in einem Schritt schließen, sondern in zwei Phasen zurückklappen. Die erste Bewegung erfolgt dabei extrem schnell und damit innerhalb des erlaubten Zeitfensters. Erst eine zweite, langsamere Phase bringt den Flügel danach allerdings in die endgültige Kurven-Position zurück.

Der Kniff: Die Sensoren der FIA registrieren wohl nur die erste Bewegung als „abgeschlossen“. Sollte das stimmen, wäre der Flügel technisch regelkonform, würde aber trotzdem einen zusätzlichen Vorteil bringen.
Ferrari will nun genau wissen, ob diese Lösung legal ist.
Dass die Anfrage gerade jetzt kommt, überrascht nicht. Mercedes dominierte in Shanghai das Geschehen, holte einen Doppelsieg und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen im Titelkampf. Vor allem der Erfolg von Kimi Antonelli machte in Italien Eindruck. Parallel witterte die Scuderia Morgenluft, ist sie derzeit doch zweite Kraft in der Königsklasse und damit erster Herausforderer der Silberpfeile.
Mercedes schon häufiger im Visier
Der Frontflügel ist nicht das erste Technik-Thema rund um Mercedes in dieser Saison. Bereits vorm Saisonstart gab es Diskussionen über das Verdichtungsverhältnis des Mercedes-V6. Mittlerweile muss das Team des deutschen Herstellers bis Juni zurück rüsten.
Fest steht: Solche Anfragen gehören in der Formel 1 zum Alltag. Teams scannen jede Idee der Konkurrenz bis ins Detail. Doch manchmal ist der Automobilweltverband eben auch gezwungen zu reagieren.
Wichtig: Ferrari hat bislang keinen offiziellen Protest eingelegt, sondern lediglich eine Anfrage gestellt. Die FIA hat sich noch nicht öffentlich geäußert.
Ob daraus ein handfester Technikstreit wird, könnte sich schon in den kommenden Rennen zeigen. Spätestens beim nächsten Kräftemessen in Japan dürfte das Thema im Fahrerlager weiter an Fahrt aufnehmen.
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