Trotz F1-Boom sieht BMW keinen technischen Nutzen bei einer Rückkehr in die Formel 1 und setzt weiter auf GT3 und Langstrecke.
Während mit Audi und Cadillac gleich zwei neue Hersteller 2026 in die Formel 1 eingestiegen sind, erteilt BMW einem Comeback eine klare Absage. Die Botschaft aus München ist deutlich und lässt wenig Interpretationsspielraum.
BMW-M-Chef Frank van Meel bringt es auf den Punkt: „Die Antwort ist nein“, sagt er gegenüber den Medien auf die Frage, ob die Formel 1 für die Marke wieder ein Thema sei.
Statt Königsklasse setzen die Münchner bewusst auf Rennserien, die näher an den eigenen Straßenfahrzeugen sind. Van Meel erklärt: „Wir versuchen, mit allem, was wir tun, näher an unseren Serienprodukten zu bleiben.“
Van Meel weiter: „Deshalb waren wir sehr zufrieden damit, den M4 in der GT4- und GT3-Klasse einzusetzen – mit einem Motor, der auch in unseren Serienfahrzeugen steckt.“

BMW: Formel 1 reizt, aber nur als Marketing
Ganz abschreiben will BMW die Formel 1 trotzdem nicht. Die Reichweite ist unbestritten: „Aus Marketing-Sicht ist die Formel 1 natürlich extrem attraktiv. Wenn man sich die Reichweite anschaut, ist es das größte Event, das man haben kann.“
Doch genau hier endet der Reiz. Denn technisch passt die Formel 1 aus Sicht des Konzerns nicht ins Konzept:
„Aus technologischer Sicht sehen wir nicht, dass sie unsere Ziele erfüllt, deshalb bleiben wir draußen.“
Fokus auf GT3 und Langstrecke
Stattdessen investiert BMW weiter in GT3, DTM, IMSA und die Langstrecke. Auch das aktuelle LMDh-Projekt spielt dabei eine zentrale Rolle. „Beim Hybrid-V8 im LMDh nutzen wir viele Erkenntnisse direkt für die Serie, gerade beim Thema Energieeffizienz.“
Und was ist mit der Formel 1? „Die Technologie dort ist so weit von unseren Serienfahrzeugen entfernt, dass sie für uns keinen Mehrwert bringt“, ordnet Van Meel ein.
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