12 Strafen, Platz 48, 13 Runden Rückstand: Lance Stroll erlebt bei seinem GT3-Debüt ein bitteres Debakel, trotz starker Pace im Nachtstint.
Für Lance Stroll sollte der Ausflug in den GT3-Sport eigentlich eine willkommene Abwechslung vom schwierigen Formel-1-Alltag sein, doch stattdessen wurde es ein Wochenende zum Vergessen.
Beim 6-Stunden-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard feierte der Aston-Martin-Pilot sein Debüt im GT World Challenge Europe. Gemeinsam mit Roberto Merhi und Mari Boya ging Stroll im Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo an den Start. Doch schon früh lief das Rennen komplett aus dem Ruder.
Nach einem soliden Startplatz 15 begann das Chaos bereits im ersten Stint. Eine Kollision von Boya zog eine Stop-and-Go-Strafe nach sich, der Anfang eines wahren Dramas. Insgesamt kassierte das Team unglaubliche zwölf Strafen im Rennverlauf.

Vor allem Merhi geriet ins Visier der Rennleitung. Gleich sechs Verstöße gegen blaue Flaggen sorgten allein für mehrere Minuten Zeitstrafe. Dazu kamen Track-Limit-Vergehen, die das Team immer weiter zurückwarfen.
Stroll-Team früh abgeschlagen
Als Stroll schließlich selbst ins Cockpit stieg, war das Rennen sportlich längst verloren.
Zwar zeigte der Kanadier in der Nachtphase eine durchaus konkurrenzfähige Pace und bewegte sich zeitweise auf dem Niveau der Top-10, doch auch er blieb nicht fehlerfrei. Weitere Strafen wegen Überrundungen und Track Limits summierten sich weiter.
Am Ende stand ein ernüchterndes Ergebnis: Platz 48, ganze 13 Runden Rückstand auf die Spitze. Ein Debakel für die Mannschat um den Formel-1-Star.
Das Wochenende reihte sich nahtlos in einen bisher enttäuschenden Saisonstart ein. Denn Stroll konnte zuvor aufgrund technischer Probleme keins seiner drei Formel-1-Rennen beenden.
Den Sieg beim Saisonauftakt der GT World Challenge Europe sicherte sich der Aston Martin mit den Werksfahrern Mattia Drudi, Marco Sørensen und Nicki Thiim nach einer spektakulären Aufholjagd.
Platz zwei ging an den lange dominierenden Mercedes-AMG rund um Lucas Auer, Maro Engel und Luca Stolz, die den Sieg erst in der Schlussphase aus der Hand gaben. Das Podium komplettierte ein McLaren aus der Gold-Cup-Klasse.
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