Flavio Cobolli überrascht Alexander Zverev deutlich und steht im Finale – nach dem Match fließen Tränen beim Italiener.
Schockmoment bei den BMW Open in München: Flavio Cobolli schlägt Alexander Zverev klar im Halbfinale und bricht nach dem Match völlig emotional zusammen.
Der Italiener erwischte einen perfekten Tag. Ausgerechnet einer seine größte Schwäche, der Aufschlag, wurde zur entscheidenden Waffe. Mit viel Tempo, starken Winkeln und präziser Platzierung machte Cobolli Zverev das Leben beim Return extrem schwer.
Drei Viertel der Punkte über den ersten Aufschlag gingen an den Italiener. Zverev hingegen kam trotz starker 78 Prozent erster Aufschläge nicht ins Spiel. Nur 63 Prozent der Punkte gewann der Deutsche hinter seinem sonst so gefährlichen Service.

Das Ergebnis: vier Breaks gegen den Lokalmatadoren. Der Olympiasieger von Tokio wirkte ratlos, fand keine Antworten auf das aggressive Spiel seines Gegners und war nach nur 1 Stunde und 10 Minuten ausgeschieden, insgesamt eine der schnellsten Niederlagen aller Zeiten für den gebürtigen Hamburger.
Zverev ohne Lösungen
Besonders auffällig: Cobolli neutralisierte Zverevs Aufschlag konsequent und ging sofort in die Offensive. Der Deutsche musste in fast jedem Service-Game kämpfen, gab insgesamt fast jeden zweiten Punkt nach dem Aufschwung ab.
Nach dem Matchball brach der Italiener in Tränen aus. Offenbar gab es einen Trauerfall im Freundeskreis, die Emotionen entluden sich in diesem Moment. Cobolli nach dem Match bei Sky: „Es war viel zu früh, er war jung. Ich kannte seine Familie sehrt gut, wir haben früher zusammen Tennis gespielt. Ich habe heute für ihn gespielt, hatte daher auf meinem Armstrumpf seine Initialen geschrieben.“

Der Italiener über seinen ersten Sieg gegen eine Nummer drei der Welt: „Es war sicherlich eines meiner besten Matches aller Zeiten. Sascha ist ein großer Freund auf der Tour, er inspiriert mich und hat mir viel geholfen. Es ist sehr hart, gegen ihn zu spielen.“
Für den gebürtigen Hamburger ist das Aus doppelt schmerzhaft. Der Titelverteidiger verpasst einen historischen Meilenstein: Mit einem Sieg hätte er Sonntag, um seinen vierten Triumph in München gespielt und alleiniger Rekordsieger werden können.
So bleibt er weiter gleichauf mit Philipp Kohlschreiber bei drei Titeln.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!