Italien zieht die Daumenschrauben an: Plötzlich stehen Formel-1-Stars und Teams im Fokus der Steuerfahnder. Es drohen Nachzahlungen und empfindliche Strafen.
Neue Brisanz abseits der Strecke im Umfeld der Formel 1: In Italien geraten Fahrer und Teams derzeit ins Visier der Behörden. Laut übereinstimmenden Medienberichten prüfen Steuerfahnder, ob bei Rennen auf italienischem Boden alle Einnahmen korrekt versteuert wurden.
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Im Zentrum steht die Frage: Haben die Piloten ihre Einkünfte aus Grand-Prix-Wochenenden in Italien ordnungsgemäß angegeben oder drohen jetzt saftige Nachzahlungen?
Formel-1-Fahrer müssen am Rennort Steuern zahlen
Hintergrund ist das italienische Steuerrecht. Demnach müssen ausländische Sportler Einkünfte, die sie bei Wettkämpfen im Land erzielen, auch dort versteuern.

In der Praxis wurde diese Regel bislang offenbar nur unregelmäßig angewendet. Genau das könnte sich jetzt ändern.
Die Steuerbehörde „Guardia di Finanza“ soll Berichten zufolge bereits aktiv geworden sein und Untersuchungen eingeleitet haben – unter anderem in den Regionen rund um Monza, Imola und Mugello.
Besonders brisant: Die Piloten sollen bereits kontaktiert worden sein. Demnach wurden sie aufgefordert, Steuerunterlagen einzureichen und sich bei den Behörden zu melden – persönlich oder über Anwälte.
Dabei geht es nicht nur um aktuelle Einnahmen. Die Ermittler prüfen offenbar auch rückwirkend mehrere Jahre. Das könnte für einige Fahrer teuer werden.
Formel-1-Verträge im Fokus
Um die Einnahmen genau zu beziffern, wollen die Behörden laut Berichten auch Einblick in Fahrer- und Sponsorenverträge nehmen.
Kein Wunder: In der Formel 1 geht es um Millionenbeträge; entsprechend hoch ist das Interesse des Fiskus.
Drohen Strafen?
Sollten Verstöße festgestellt werden, drohen empfindliche Konsequenzen.
Denn: Übersteigt eine mögliche Steuerhinterziehung den Betrag von 50.000 Euro, kann das nach italienischem Recht als Straftat gewertet werden.
Neben Nachzahlungen könnten also auch Geldstrafen auf die Betroffenen zukommen.
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