Neuer Kontinent, neue Serie und gleich Rückschläge: Mick Schumacher kämpft sich in der IndyCar-Serie durch eine harte Anfangsphase.
Mick Schumacher erlebt in seiner ersten Saison in der IndyCar Series eine echte Bewährungsprobe. Nach seinem Wechsel aus der Formel 1 muss sich der Deutsche nicht nur an neue Autos und Strecken gewöhnen, sondern auch mit körperlichen Problemen kämpfen.
„Leider ist mir in St. Pete nach dem Unfall ein Stück im Handgelenk abgebrochen“, verrät der Sohn von Michael Schumacher im Sky-Gespräch mit Timo Glock. „Heißt: Eigentlich komme ich aus dem Auto raus und habe Schmerzen. Es ist auf jeden Fall anstrengend und dementsprechend muss die rechte Hand derzeit etwas mehr machen.“
Schumacher überrascht vom Feedback
Trotz der schwierigen Situation und auch der ausbleibenden positiven Ergebnisse in der Indycar-Serie beim Team Rahal Letterman Lanigan bleibt der 27-Jährige fokussiert – auch mental. „Ich habe mir keine Nachrichten angeschaut“, räumt er ein, sich von negativem Feedback fernzuhalten. „Das ist wahrscheinlich auch hilfreich, weil ich so weit weg bin hier, dass ich da auch gar nicht drauf hören muss.“
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Die Reaktionen im US-Fahrerlager hätten ihn sogar überrascht: „Im Paddock hier kam es relativ gut an, was wir bislang gemacht haben. Was ich auch am Anfang komisch fand. Ich dachte schon, ich muss mich vor einem Shitstorm schützen. Aber dem war nicht so. Im Gegenteil: Die Leute waren eher happy darüber, wie ich die Sachen angehe. Persönlich habe ich dadurch mehr gelernt als alles andere, weil es auch okay ist, Fehler zu machen.“
IndyCar: Mehr Kraft, mehr Risiko
Die Umstellung auf die IndyCar-Serie fällt Schumacher dennoch schwer. Vor allem körperlich verlangt ihm das neue Auto alles ab. „Die Aufhängung ist so stabil, dass es einem das Lenkrad oft aus den Händen reißt, wenn man nicht rechtzeitig loslässt“, beschreibt er.

Der Unterschied zur Formel 1 ist deutlich: „Es ist nicht unbedingt schwieriger, aber deutlich anstrengender.“ Besonders auffällig ist das Fehlen der Servolenkung. „Das Auto ist sehr mechanisch und vermittelt eine direkte Rückmeldung. Man spürt sofort, was passiert.“
Während in der Formel 1 vor allem der Nacken belastet wird, fordert die IndyCar-Serie den gesamten Oberkörper. „Man muss das Lenkrad einfach viel fester halten“, so Schumacher.
Indycar: Hohe Belastung und Verletzungsgefahr
Die Robustheit der Fahrzeuge bringt auch Risiken mit sich. „Es gibt viele gebrochene Handgelenke“, sagt Schumacher. Deshalb sei es entscheidend, im richtigen Moment loszulassen, um Verletzungen zu vermeiden.
Angst hat er trotzdem nicht: „Wenn ich Angst hätte, wäre ich im falschen Sport.“ Stattdessen gehe es um Respekt vor den Geschwindigkeiten von bis zu 360 km/h.

Sportlich läuft es bislang noch nicht rund. In den ersten fünf Rennen der Saison kam Schumacher nicht über Platzierungen außerhalb der Top 15 hinaus. Doch er sieht die Anfangsphase als Lernprozess: „Die ersten Monate waren sehr lehrreich, und ich hoffe, dass die Resultate bald kommen.“
Heimweh nach Europa
Auch abseits der Strecke ist die Umstellung groß. Das Leben in den USA fällt Schumacher nicht leicht. „Amerika ist aktuell der Ort, an dem ich meine Arbeit habe. Deshalb muss ich hierbleiben.“

Trotzdem fehlt ihm Europa. „Die USA sind ganz anders: sehr groß, weite Distanzen. In der Schweiz bin ich in zwei Stunden in Deutschland. Hier sitze ich elf Stunden im Flugzeug.“
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Fazit
Für Mick Schumacher ist die IndyCar-Saison 2026 bislang ein echter Härtetest. Verletzung, körperliche Belastung und neue Umgebung fordern ihn. Doch der Deutsche bleibt dran. Seine Lernkurve ist steil, und die Hoffnung auf bessere Ergebnisse lebt.
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