Kämpft Andrea Kimi Antonelli mit dem gleichen Problem wie Jannik Sinner? Mercedes-Teamchef Toto Wolff klärt auf.
Andrea Kimi Antonelli wird in Italien längst wie ein Superstar gefeiert. Nach drei Siegen in Folge explodiert der Hype um den erst 19-jährigen Mercedes-Piloten regelrecht, doch genau davor warnt jetzt Teamchef Toto Wolff.
Denn in Italien wird der WM-Führende inzwischen teils bereits mit dem Tennis-Weltranglistenersten Jannik Sinner verglichen. Für Wolff kommt dieser Vergleich allerdings deutlich zu früh.

„In Italien geht es aktuell nur noch um Sinner und Antonelli“, sagte der Mercedes-Boss gegenüber italienischen Medien. „Die Nationalmannschaft hat sich nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert, also sind sie jetzt die neuen Superstars.“
Der Mercedes-Plan mit Antonelli
Doch genau darin sieht Wolff auch eine Gefahr. Die Aufmerksamkeit rund um Antonelli nehme immer weiter zu. Sponsoren, Einladungen und Medienanfragen würden inzwischen regelrecht explodieren. Das erzeugt auch Druck auf den Piloten, der als erster Fahrer der Formel-1-Geschichte seine ersten drei Pole Positions in Siege konvertieren konnte.
„Wir müssen das alles etwas kontrollieren“, erklärte Wolff. Doch wo ein Hype ist, da ist eine Erwartungshaltung und Hoffnung einer ganzen Nation und das geht auch an Antonelli vorbei. „Wichtig ist, dass er weiter arbeiten kann und in einem geschützten Umfeld bleibt.“
Besonders beim Vergleich mit Sinner tritt Wolff bewusst auf die Bremse. „Kimi hat drei Grand Prix gewonnen“, sagte er. „Der andere ist seit Jahren die Nummer eins der Welt und gewinnt große Titel.“
Trotzdem macht der Mercedes-Teamchef kein Geheimnis daraus, wie hoch er das Potenzial seines italienischen Starfahrers einschätzt. „Kimi kann in den nächsten zehn oder fünfzehn Jahren viele Weltmeisterschaften gewinnen“, sagte Wolff.

Gleichzeitig wolle Mercedes aber verhindern, dass die Erwartungen völlig außer Kontrolle geraten. „Wenn er irgendwann mal ein schlechtes Rennen hat, fragen sofort alle: Wo ist plötzlich der Superstar hin?“, warnte Wolff.
Der Österreicher erinnert dabei immer wieder daran, wie jung der Teamkollege von George Russell eigentlich noch ist. „Er ist 19 Jahre alt. In diesem Alter hätte ich nicht einmal alleine zum Flughafen gefunden.“
Trotz aller Vorsicht wächst der Antonelli-Hype in Italien nach Miami aber weiter massiv an. Viele Fans sehen in ihm bereits den nächsten ganz großen italienischen Motorsport-Helden, ähnlich wie Sinner aktuell im Tennis.
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