Die neuen Formel-1-Autos sind in Monaco offenbar zu schnell geworden. Nach dem Verbot des Straight Modes greift die FIA nun erneut ein und beschneidet die elektrische Zusatzleistung der Hybrid-Antriebe deutlich.
Monaco bekommt die nächste Sonderregel! Nach dem Verbot des sogenannten Straight Modes greift die FIA nun auch beim Hybrid-Antrieb ein. Der Grund: Die neuen Formel-1-Autos sind auf den kurzen Geraden des Fürstentums schlicht zu schnell geworden.
Die Formel 1 wollte mit dem neuen Motorenreglement eigentlich spektakuläre Duelle und mehr elektrische Leistung auf die Strecke bringen. Doch ausgerechnet in Monaco sorgt das nun für Sorgenfalten. Weil die Autos auf den kurzen Vollgas-Passagen ihre komplette Elektro-Power abrufen können, drohten deutlich höhere Geschwindigkeiten als bisher – und das an Stellen, an denen ohnehin kaum Platz für Fehler bleibt.
Besonders kritisch sind die Anbremszonen vor Sainte Dévote oder der Hafenschikane. Dort kratzte die Formel 1 bislang an der 300-km/h-Marke. Mit den neuen Hybrid-Antrieben wären deutlich höhere Werte möglich gewesen.
FIA reduziert Elektro-Power schon ab 200 km/h
Deshalb hat die FIA für Monaco eine Sonderregel beschlossen. Die maximale elektrische Zusatzleistung von 350 kW darf nicht mehr wie üblich bis 290 km/h genutzt werden. Stattdessen beginnt die Reduzierung bereits bei 200 km/h.
Noch drastischer: Bereits ab 300 km/h wird die Batterie komplett abgeschaltet. Ab diesem Punkt dürfen die Fahrer nur noch mit dem Verbrennungsmotor fahren.
Normalerweise greift dieses Batterie-Verbot erst bei deutlich höheren Geschwindigkeiten. In Monaco will die FIA die Autos damit gezielt einbremsen.
Overtake-Modus bleibt etwas länger aktiv
Auch der Overtake-Modus wird angepasst. Zwar darf hier weiterhin mehr elektrische Leistung genutzt werden, doch auch in diesem Fall beginnt die Reduzierung bereits bei 200 km/h.

Bei 300 km/h stehen dem angreifenden Fahrer immerhin noch 150 kW Zusatzleistung zur Verfügung. Ab 310 km/h ist jedoch auch im Overtake-Modus Schluss mit elektrischer Unterstützung.
Die Änderungen wurden von der FIA kurz vor dem Grand Prix offiziell bestätigt.
Zweite Monaco-Sonderregel für 2026
Die Hybrid-Beschränkung ist bereits die zweite größere Anpassung für den Klassiker im Fürstentum. Zuvor hatte die FIA bereits festgelegt, dass der neue Straight Mode in Monaco nicht verwendet werden darf. Die Front- und Heckflügel bleiben damit das gesamte Wochenende über in ihrer normalen Stellung.
Trotz der zusätzlichen Einschränkungen hoffen Fahrer und Teams auf ein besseres Rennen als in den vergangenen Jahren. Die neuen 2026er-Autos sind leichter, wendiger und sollen auf dem engen Stadtkurs für mehr Action sorgen.
Ob das gelingt, wird sich am Rennwochenende zeigen. Klar ist schon jetzt: Für keine andere Strecke muss die Formel 1 ihr neues Reglement aktuell so stark verbiegen wie für Monaco.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!