Wieder kein Audi in den Top 10: Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto enttäuschen im Qualifying von Monaco.
Die Hoffnungen waren groß, die Enttäuschung am Ende noch größer. Nach starken Trainingssitzungen peilte Audi beim Monaco-GP einen doppelten Top-10-Start an. Stattdessen scheiterten beide Fahrer vor dem Qualifying-Finale – und Gabriel Bortoleto sorgte mit einem Crash zusätzlich für einen herben Rückschlag.
Bortoleto wirft Top-10-Chance weg
Dabei hatte alles vielversprechend begonnen. In allen Trainings gehörte Audi zu den stärksten Teams im Mittelfeld. Teilweise schien sogar der Anschluss an die schwächelnden McLaren möglich.
Auch im Qualifying war die Pace zunächst da. Bortoleto fuhr in Q1 zwischenzeitlich sogar auf Rang sechs. Doch dann der folgenschwere Fehler: Der Brasilianer erwischte die Leitplanke am Eingang der Hafenschikane, beschädigte die Aufhängung und musste sein Auto abstellen.
„Ich habe keinen guten Job gemacht“, gab sich Bortoleto selbstkritisch. „Es gab keinen Grund, in Q1 so viel Risiko einzugehen. Wir wussten seit dem ersten Training, dass wir die Pace für die Top Ten hatten.“
Besonders bitter: Seine zuvor gefahrene Runde hätte sogar locker für den Einzug in Q2 gereicht. Startplatz 16 bleibt trotzdem das ernüchternde Ergebnis.
Hülkenberg findet plötzlich keine Zeit mehr
Nach Bortoletos Ausfall ruhten alle Hoffnungen auf Nico Hülkenberg. Doch auch der Deutsche konnte die starke Form aus den Trainings nicht bestätigen.
Während die Konkurrenz im Qualifying noch einmal zulegte, blieb Audi auf der Stelle stehen. Hülkenberg schaffte es nicht, seine Bestzeit aus Q1 zu verbessern und blieb auf Rang 13 hängen.

„Wir konnten einfach keine Zeit und keinen Grip mehr finden“, rätselte der Deutsche. „Während die anderen noch einen Schritt gemacht haben, konnten wir das nicht. Das ist definitiv enttäuschend.“
Tatsächlich blieb Audis schnellste Runde des gesamten Wochenendes eine Zeit von Bortoleto aus dem dritten Training.
Kleiner Schaden mit großer Wirkung?
Nach dem Qualifying entdeckte Audi zudem einen Schaden am Unterboden von Hülkenbergs Auto. Ob dieser für den Pace-Verlust verantwortlich war, ist noch unklar.
Fest steht: Auch Hülkenberg hatte in Q1 bereits leicht die Leitplanke berührt. Hinzu kamen auf seiner entscheidenden Runde Verkehr, ein Ferrari im Weg und mehrere kleine Fehler. Sichtbar kämpfte der Deutsche vor allem mit mangelnder Traktion.
„Das Rennen wird mit diesen Startplätzen schwierig“, erklärte Audi-Renndirektor Mattia Binotto. „Vor allem wenn man bedenkt, welche Positionen eigentlich möglich gewesen wären.“
Damit endet ein Samstag, der bei Audi viele Fragen hinterlässt. Nach den starken Trainings schien ein Platz in den Top Ten fast Formsache. Am Ende bleiben nur die Startplätze 13 und 16 – und die Erkenntnis, dass man sich in Monaco selbst um eine große Chance gebracht hat.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!