Formel 1

„Verbieten!“ – Hülkenberg rechnet nach Monaco-Strafe mit FIA ab

Formel 1 Nico Hülkenberg Audi Monaco 2026
Nico Hülkenberg. Credit: Audi
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Nico Hülkenberg schiebt Frust: Vor dem Spanien-GP spricht der Deutsche noch einmal über seine Strafe in Monaco und fordert eine Regeländerung für die Formel 1.

Nico Hülkenberg wartet mit Audi weiter auf die ersten Punkte der Saison. Auch deshalb sorgt der Monaco-GP beim Deutschen auch vier Tage später im Vorfeld des GP Spanien in Barcelona für Frust. 

Zur Erinnerung: Beim Rennen im Fürstentum glaubte Nico Hülkenberg die ersten Punkte der Saison schon sicher. Der Deutsche überquerte die Ziellinie auf Rang neun. Dann das Drama: Der Audi-Star wurde anschließend wegen einer Kollision mit Carlos Sainz strafversetzt und ging erneut leer aus.

Hülkenberg fühlt sich ungerecht behandelt

Die Entscheidung der Rennkommissare kann er bis heute nicht nachvollziehen.

„Letztlich war das alles eine Kettenreaktion“, sagt Hülkenberg. „Ich habe mir das alles noch einmal in Ruhe angeschaut. Alles fing damit an, dass Russell alle aufhielt, weil er sich eine Lücke schaffen wollte, um seine Strafe abzusitzen.“

Für Hülkenberg entstand dadurch eine gefährliche Situation im engen Monaco-Stadtkurs.

„Die Autos stolpern einander über die Räder“, beschreibt der Deutsche die Szene. Beim Anbremsen der berühmten Loews-Kehre habe er gleichzeitig auf Fernando Alonso und Esteban Ocon achten müssen, ehe es zum Kontakt mit Sainz kam.

Besonders ärgert ihn die Geschwindigkeit, mit der die Strafe ausgesprochen wurde. „Normalerweise wird so etwas in Ruhe untersucht und wir haben die Möglichkeit, unseren Standpunkt den Rennkommissaren zu erklären. Nicht dieses Mal.“

Audi-Pilot fordert Regeländerung von FIA

Noch größer ist Hülkenbergs Frust über die Taktik einiger Teams, die das Feld bewusst einbremsen, um Teamkollegen beim Boxenstopp zu helfen. Besonders die Williams-Piloten nutzten dieses Vorgehen in Monaco erneut erfolgreich aus.

Formel 1 Nico Hülkenberg Audi Monaco 2026
Nico Hülkenberg. Credit: Audi

„Eigentlich müsste man das absichtliche Aufhalten der Gegner verbieten“, fordert Hülkenberg. „Sie haben nichts Illegales getan, aber ich bin der Ansicht, dass man das künftig anders regeln sollte.“

Die Diskussion dürfte die Formel 1 noch länger beschäftigen. Schon in den vergangenen Jahren sorgten ähnliche Strategien in Monaco regelmäßig für Kritik.

Hoffen auf Wende in Barcelona

Vor dem Spanien-GP hofft Audi nun auf einen Befreiungsschlag. Vor einem Jahr fuhr Hülkenberg auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya noch sensationell auf Platz fünf und holte eines der besten Ergebnisse seiner Sauber-Zeit.

Mit dem heutigen Audi-Team wartet der Deutsche 2026 dagegen weiterhin auf seine ersten WM-Punkte. Die Chancen könnten in Barcelona allerdings besser stehen als zuletzt in Monaco, wo Überholen nahezu unmöglich ist und strategische Spielchen oft wichtiger werden als die reine Geschwindigkeit.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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