Endlich hat es geklappt! Nico Hülkenberg fährt beim Großen Preis von Ungarn als Neunter zu seinen ersten WM-Punkten der Saison.
Nach einem holprigen Saisonstart kommt das neue Audi-Werksteam immer besser in Schwung. Schon mit seinem zweiten Q3-Einzug in Folge hatte Hülkenberg am Samstag die starke Form bestätigt. Am Sonntag folgte endlich die Belohnung: Platz neun und die ersten Zähler des Jahres.
„Es war schon ein bisschen mühsam“, sagt der Emmericher. „Eigentlich war die erste Möglichkeit schon im zweiten Rennen in China, wo wir es haben liegen lassen. Dann stand immer irgendwas im Weg. Gestern und heute ist es das erste Mal wirklich rundgelaufen. Dann kam endlich auch die Belohnung.“
Hülkenberg bügelt schwachen Start aus
Der Schlüssel zum Erfolg lag schon im Qualifying. Auf dem Hungaroring ist Überholen fast unmöglich. Wer vorne startet, hat einen klaren Vorteil.
„Budapest ist wie Monaco: Track Position is king. Da musst du vorne bleiben“, erklärt Hülkenberg. Ganz reibungslos lief es trotzdem nicht. Wegen der schmutzigen Seite der Startaufstellung verlor er zunächst Positionen. „Ich war sogar irgendwann hinter beiden Alpines, habe die dann aber irgendwo zurückbekommen. Das war wichtig und ausschlaggebend fürs Rennen.“

Auch die Reifen machten den Fahrern bei über 30 Grad ordentlich zu schaffen. „Lange haben die Reifen gut ausgesehen, aber irgendwann kam die sogenannte Klippe. Dann fällt man runter und es ist wirklich nur noch Rallye-Style.“
Während Hülkenberg jubelte, schrammte Teamkollege Gabriel Bortoleto als Elfter nur knapp an den Punkten vorbei. Ein Doppel-Erfolg für Audi lag damit in Reichweite.
„Die Zeichen gehen in die richtige Richtung“
Audi reist also mit viel Rückenwind in die Sommerpause. Nach regelmäßigen Q2- und inzwischen auch Q3-Auftritten kämpft das Team immer häufiger mit den Racing Bulls um die Rolle des „Best of the Rest“ hinter Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull.

„Wir sind noch immer in der Anfangsphase, in der Bauphase. Aber wir wachsen, wir verbessern uns stetig und arbeiten an allen Fronten und Prozessen“, betont Hülkenberg. „Die letzten Rennen kämpfen wir mit den Racing Bulls um die Rolle des Best of the Rest hinter den Top vier Teams. Das ist für den ersten Aufschlag im ersten Jahr nicht verkehrt. Die Zeichen gehen in die richtige Richtung.“
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