Frijns gewinnt – DTM-ADAC-Zoff geht weiter

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Robin Frijns Credit: Audi
Robin Frijns Credit: Audi

Robin Frijns gewinnt am Nürburgring. DMSB schreibt GT-Meisterschaft aus

Ist das ein Rückschlag für die DTM im Kampf um die Zukunft? Während die deutsche Tourenwagenserie am Nürburgring ihren sechsten Saisonlauf ausfährt, geht der Streit mit dem ADAC GT Masters um die Nutzung von GT3-Rennwagen ab 2021 in die nächste Runde.

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Am Vormittag überraschte der Deutsche Motorsportbund mit einer Meldung, die DTM-Boss Gerhard Berger nicht gefallen dürfte. Im Rahmen des ADAC GT Masters wird ab 2021 die „Internationale Deutsche GT-Meisterschaft“ ausgetragen. Damit bekommt das GT Masters das „höchste Prädikat im Rundstreckensport“.

DMSB-Mann Gerd Ennser betont: „Der DMSB würdigt mit der Einführung der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft die erfolgreiche Arbeit des ADAC, der in den vergangenen Jahren demonstriert hat, wie eine GT-Serie professionell organisiert werden muss, um langfristig Erfolg zu haben.“

Der genaue Modus steht noch nicht fest. Fakt ist aber: Die Nachricht ist eine weitere Kampfansage an die DTM, die ebenfalls mit GT3-Fahrzeugen fahren und selbst die wichtigste GT-Rennserie in Deutschland werden will. Die damit aber eben auch im Revier des ADAC wildert.

Zuletzt hatte deshalb ein Wortduell zwischen Gerhard Berger und ADAC-Präsident Hermann Tomczyk an Fahrt aufgenommen. Berger hatte das GT Masters als „Hobbyrennserie“ bezeichnet. Tomczyk hat behauptet, eine GT3-DTM sei schlecht für den Deutschen Motorsport.

DTM-Zoff um GT-Autos geht weiter
Gerhard Berger Credit: ITR

Gegenüber BILD versuchte Berger am Freitag, die Wogen zu glätten. „Hermann Tomczyk und ich sind Freunde“, so der ehemalige Formel-1-Pilot. „Wir fahren manchmal gemeinsam Ski, gehen gelegentlich ein Bier miteinander trinken oder zusammen essen. Ich habe mit der Debatte gar kein Problem. Aus meiner Sicht belebt sie das Geschäft. Unter dem Strich lässt sich sagen: In diesem Fall haben wir unterschiedliche wirtschaftliche Interessen. Ich freue mich aber auf das Gespräch beim nächsten Bier.“

Auf der Strecke bleibt die DTM-Saison 2020 ein Duell der Audi-Teams Abt und Rosberg. Auch beim Samstags-Rennen auf der Sprintstrecke des Nürburgrings kämpften Robin Frijns (Abt) und René Rast (Rosberg) um den Sieg.

Mit dem besseren Ende für den Holländer. Frijns schnappte sich schon am Start die Führung von Pole-Setter Rast und gab sie trotz diverser Safetycar-Phasen nicht mehr her. „Das war ein sehr schwieriges Rennen“, sagt er. „Dreimal Safetycar, drei Restarts. Wenn ich einen Fehler mache, war‘s das!“

So wie bei Nico Müller. Beim ersten Restart wurde der Schweizer Abt-Audi-Pilot von seinem Markenkollegen Jamie Green umgedreht und fiel bis ans Ende des Feldes zurück. Ein früher Boxenstopp und eine anschließende Safetycar-Phase spülten ihn wieder vor auf Platz fünf. Schadensbegrenzung für den bisherigen Dominator 2020.

An der Spitze wird es dadurch enger. Frijns fehlen nur noch 13 Punkte auf Müller, Rast liegt 36 Zähler zurück. Schon morgen geht’s ab 13 Uhr in Sat.1 auf dem Nürburgring weiter.

Nürburgring 2 – DTM – 1. Rennen

1. Robin Frijns (Niederlande) – Audi RS 5 DTM 59:51,551 Min.
2. René Rast (Minden) – Audi RS 5 DTM +0,660 Sek.
3. Marco Wittmann (Fürth) – BMW M4 DTM +1,573
4. Philipp Eng (Österreich) – BMW M4 DTM +2,984
5. Nico Müller (Schweiz) – Audi RS 5 DTM +4,743
6. Jonathan Aberdein (Südafrika) – BMW M4 DTM +5,211
7. Robert Kubica (Polen) – BMW M4 DTM +7,027
8. Ferdinand von Habsburg (Österreich) – Audi RS 5 DTM +8,513
9. Sheldon van der Linde (Südafrika) – BMW M4 DTM +8,846
10. Lucas Auer (Österreich) – BMW M4 DTM +9,353
11. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) – Audi RS 5 DTM +14,970
12. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) – BMW M4 DTM +17,292

Fahrer-Wertung, Stand nach 11 von 18 Wettbewerben:

1. Nico Müller (Schweiz) – Audi 216 Pkt.
2. Robin Frijns (Niederlande) – Audi 203
3. René Rast (Minden) – Audi 180
4. Loic Duval (Frankreich) – Audi 85
5. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) – Audi 81
6. Sheldon van der Linde (Südafrika) – BMW 76
7. Marco Wittmann (Fürth) – BMW 76
8. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) – BMW 69
9. Jamie Green (Großbritannien) – Audi 53
10. Philipp Eng (Österreich) – BMW 43

Hersteller-Wertung, Stand nach 11 von 18 Wettbewerben:

1. Audi 755 Pkt.
2. BMW 329

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