Formel 1

Verstappen: „Bin kein Favorit“

Max Verstappen. Credit: Mark Thompson/Getty Images/Red Bull Content Pool
Max Verstappen. Credit: Mark Thompson/Getty Images/Red Bull Content Pool
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Max Verstappen weist die Favoritenrolle trotz der Trainingsbestzeit von sich. Ist Mercedes im Rennen stärker?

Der Trainings-Freitag macht Mut für einen spannenden Belgien-GP. Nicht Mercedes fährt die Bestzeit, sondern Max Verstappen. Doch Vorsicht: Für Verstappen war es schon die dritte Bestzeit in einem Freitagstraining 2020. Im Qualifying und Rennen hatte er dann gegen Mercedes keine Chance.

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Dementsprechend weist er die Favoritenrolle von sich. „Ich persönlich glaube, Mercedes hatte noch ein bisschen Probleme mit der Balance. Morgen werden sie wohl stärker sein. Man konnte auch schon sehen, dass sie in den Longruns gut dabei waren. Also erwarte ich nicht, um die Pole zu kämpfen, aber wenn wir etwas näher wären, wäre das gut“, so der Niederländer.

Lewis Hamilton Credit: LAT Images

Verstappen weiß auch: Auf der Strecke in Spa ist vor allem Motorleistung gefragt. Und hier hat Mercedes gegenüber der Honda-Power in Verstappens Red Bull noch einen Vorteil. Verstappen: „Um ehrlich zu sein, ist das nicht die Strecke, auf der wir traditionell stark sind.“ Der letzte Sieg von Red Bull beim Belgien-GP stammt aus dem Jahr 2014 – eingefahren von Daniel Ricciardo.

Lewis Hamilton sieht das etwas anders: „Wäre Max im ersten Rennen nicht ausgefallen, wären wir in der Gesamtwertung ganz eng beieinander. In den Rennen kommt uns Red Bull näher. Ich muss sie also im Auge behalten.“

Der Kommentar von Valtteri Bottas: „Den ganzen Tag über hatte das Auto eine Tendenz zum Untersteuern. Auch im zweiten Training hat hier und da noch Grip an der Vorderachse gefehlt.“ Über Red Bull sagt er: „Es wirkt jedenfalls enger als bisher. Das dürfte den Samstag interessant machen. Ich bin mir sicher, wir können noch ordentlich zulegen. Dann kommt es auf die anderen an.“

Hamilton zum Trainings-Freitag: „Es ist, wie ich es vor diesem Wochenende angekündigt hatte: Wir gehen in das siebte Rennen und das Feld wird enger und enger, weil jeder weiterentwickelt. Das zeigt sich schon dieses Wochenende. Alles liegt so eng beisammen. Wir müssen herausfinden, warum das so ist. Ob die Konkurrenz einen Schritt nach vorne gemacht hat oder wir einen zurück, ob es am Streckenlayout liegt oder am Abtriebsniveau.“

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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