Mit gerade einmal 19 Jahren schreibt Andrea Kimi Antonelli die Geschichtsbücher der Formel 1 neu. Denn was der Mercedes-Pilot jetzt geschafft hat, gelang zuvor noch keinem anderen Fahrer.
Er ist der aktuelle Shootingstar der Formel 1: Andrea Kimi Antonelli. 19 Jahre jung, Italiener, Hoffnungsträger einer stolzen Motorsport-Nation. Denn auch wenn in Italien vor allem Ferrari verehrt wird, liegt der letzte italienische WM-Titel inzwischen 74 Jahre zurück: Alberto Ascari wurde 1952 Weltmeister – mit Ferrari.
Antonelli fährt allerdings nicht für Ferrari, sondern für Mercedes. Und sollte er am Ende der Saison tatsächlich den Titel holen, wäre er mit dann 20 Jahren der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte – und damit sogar drei Jahre jünger als Sebastian Vettel bei dessen Titelgewinn 2010.
Antonelli in einer Reihe mit Hill und Häkkinen
Schon jetzt hat Antonelli allerdings Formel-1-Geschichte geschrieben. Seine Siege und Pole-Positions bei den vergangenen drei Rennen in China, Japan und Miami markieren einen bislang einzigartigen Rekord.

Einen Grand Prix zu gewinnen, schafften vor Antonelli bereits 115 der insgesamt 782 Formel-1-Fahrer. Der jüngste Sieger bleibt weiterhin Max Verstappen, der 2016 in Spanien mit gerade einmal 18 Jahren gewann.
Deutlich exklusiver wird die Liste allerdings bei Fahrern, die ihrem Premierensieg direkt einen weiteren Erfolg folgen ließen. Das gelang vor Antonelli nur zehn Piloten: Alberto Ascari, Peter Collins, Bruce McLaren, René Arnoux, Nigel Mansell, Damon Hill, Mika Häkkinen, Lewis Hamilton, Charles Leclerc – und nun eben Andrea Kimi Antonelli.
Antonelli konnte seinem ersten Sieg in China sogar noch zwei weitere Triumphe in Serie folgen lassen. Das schafften vor ihm lediglich Damon Hill 1993 und Mika Häkkinen 1997/98.
Auch Senna und Schumacher schafften das
Das Besondere bei Antonelli: Er gewann alle drei Rennen jeweils von der Pole Position aus. Bereits in China holte er nicht nur seinen ersten Sieg, sondern gleichzeitig auch seine erste Pole Position. Anschließend folgten zwei weitere Pole-Positions in Serie.

Auch das gelang vor ihm nur zwei Fahrern: Ayrton Senna 1985 im Lotus-Renault und Michael Schumacher 1994 im Benetton-Ford.
Doch die Kombination aus drei Premieren-Siegen in Folge und gleichzeitig drei Premieren-Poles in Folge schaffte vor Antonelli noch kein Fahrer in der Geschichte der Formel 1.
In Kanada wartet schon der nächste Rekord
Und der nächste Meilenstein könnte bereits in Kanada folgen. Denn vier Siege in Serie direkt nach dem ersten Grand-Prix-Erfolg schaffte bislang noch kein Formel-1-Pilot.
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff überrascht Antonellis Höhenflug derweil nicht: „Dass er schnell ist, wussten wir schon. Und jetzt kommt eben auch noch die Erfahrung dazu.“
Die ersten Rekorde dürften deshalb kaum die letzten bleiben.
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