Jean Todt verrät: Bestehende Fahrerverträge verhinderten einen Wechsel von Ayrton Senna zu Ferrari. Der Franzose erinnert sich zurück.
Es wäre einer der spektakulärsten Transfers der Formel-1-Geschichte gewesen: Ayrton Senna im Ferrari. Doch der Deal platzte und Ex-Teamchef Jean Todt liefert die Hintergründe.
Todt erinnert sich im High Performance Podcast an ein entscheidendes Treffen Anfang der 90er-Jahre: „Der erste Traumfahrer, über den ich gesprochen habe, war Ayrton Senna. Er kam in mein Zimmer, wir haben einen Teil der Nacht zusammen verbracht und über einen Wechsel gesprochen. Er wollte kommen.„Er wollte 1994 zu Ferrari.“
Senna: Verträge als Knackpunkt
Genau hier lag das Problem. Ferrari hatte bereits zwei Fahrer unter Vertrag: Gerhard Berger und Jean Alesi. Todt blieb hart:
„Ich habe ihm gesagt, dass 1994 nicht möglich ist. Wir waren noch nicht bereit – und wir hatten Verträge.“
Sennas Antwort damals laut Todt: „In der Formel 1 sind Verträge nicht wichtig.“ Doch der Franzose widersprach konsequent: „Für mich schon.“

Der Deal scheiterte letztlich am Zeitpunkt. Ferrari bot eine Perspektive ab 1995 – der dreimalige Formel-1-Welmteister wollte sofort wechseln.
Todt erklärt: „Wir haben im September 1993 über einen Einstieg 1995 gesprochen. Aber er wollte 1994, deshalb ging er zu Williams.“
Dort nahm die Geschichte bekanntlich eine tragische Wendung. Senna verstarb nach seinem Crash in Imola 1994.
Ein Wechsel zu Ferrari hätte die Formel-1-Historie womöglich komplett verändert. Der Superstar im roten Auto, Jahre vor Michael Schumacher.
Stattdessen blieb es bei einem der größten „Was wäre wenn?“ der Motorsport-Geschichte.
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