Ferrari arbeitet bereits an einem Motoren-Update. Neue Details zeigen, wie die Scuderia Mercedes näherkommen will.
Bei Ferrari laufen bereits die Vorbereitungen für ein großes Motoren-Update. Neue Details zeigen jetzt, wie die Scuderia den Rückstand auf Mercedes verkleinern will. Hintergrund ist das neue ADUO-System der FIA. Über diese Sonderregel dürfen Motorenhersteller zusätzliche Entwicklungen durchführen, wenn ihre Power Unit deutlich hinter der Konkurrenz liegt.
Genau darauf hofft die Scuderia jetzt offenbar. Laut Berichten geht man intern davon aus, dass der aktuelle Ferrari-Motor rund 20 PS schwächer ist als das Mercedes-Aggregat.
Deshalb arbeiten die Ingenieure in Maranello bereits an umfangreichen Änderungen für den Verbrennungsmotor und den Turbo.

Besonders interessant: Ferrari soll laut Motorsport.com sogar schon an einer neuen Brennkammer arbeiten, um bei hohen Drehzahlen mehr Leistung herauszuholen. Zusätzlich wird offenbar auch der Turbo überarbeitet. Unter anderem sollen Anzahl und Winkel der Schaufeln angepasst werden.
Ferrari will PS-Rückstand halbieren
Die Scuderia will dabei allerdings nicht ihren bisherigen Vorteil verlieren. Denn Ferrari gilt aktuell als eines der Teams mit besonders starkem Ansprechverhalten beim Herausbeschleunigen, ein Vorteil, der durch das neue Motorenkonzept ohne MGU-H entstanden ist.
Das Ziel scheint klar: Die Scuderia möchte den Leistungsrückstand zu Mercedes mindestens halbieren.
Die endgültige Entscheidung, welche Hersteller zusätzliche Entwicklungs-Tokens erhalten, fällt nach dem Kanada-GP Ende Mai. Die Italiener gelten dabei als klarer Kandidat für mindestens ein Upgrade-Paket.

Für Lewis Hamilton und Charles Leclerc könnten die Änderungen aber erst später spürbar werden. Da Ferrari in Miami bereits die zweite Power Unit der Saison eingebaut hat, wird ein neues Motorenpaket wohl frühestens beim Belgien-GP in Spa eingesetzt.
Neben dem italienischen Traditionsteam hoffen offenbar auch Honda und Audi auf zusätzliche Entwicklungsfreiheiten. Red Bull scheint mit dem eigenen Antrieb nicht weit genug von Mercedes weg zu sein, um nachrüsten zu dürfen.
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Besonders kritisch scheint die Situation dagegen bei Honda zu sein. Berichten zufolge soll der neue Honda-Motor aktuell sogar mehr als zehn Prozent hinter der Spitze liegen. Deshalb hat die FIA die Regeln jetzt zusätzlich angepasst, um stärkeren Rückstandsteams noch mehr Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.
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