Formel 1

Ferrari-Teamchef kontert Aussage von Toto Wolff

Formel 1 Frederic Vasseur Ferrari 2025
Frederic Vasseur. Credit: Ferrari
Alex Warneke
Alex Warneke

Toto Wolff wundert sich hinsichtlich der Budgetobergrenze über die vielen Updates bei Ferrari. Nun äußert sich Ferrari-Teamchef Fred Vasseur.

Der Kampf an der Formel-1-Spitze wird nicht nur auf der Strecke härter. Auch abseits des Asphalts nehmen die Sticheleien zu. Nach Aussagen von Mercedes-Teamchef Toto Wolff zur Update-Strategie von Ferrari schlägt Fred Vasseur nun deutlich zurück.

Wolff hatte sich zuletzt verwundert darüber gezeigt, wie viele neue Teile Ferrari in der bisherigen Saison bereits gebracht hat. Der Mercedes-Boss stellte die Frage, wie die Scuderia diese Entwicklungsrate mit der geltenden Budgetobergrenze vereinbaren könne.

Diese Aussagen kommen bei Ferrari überhaupt nicht gut an. Vasseur sieht darin eine indirekte Unterstellung und reagiert in Silverstone deutlich. „Ich fand es ziemlich ironisch, dass das von Toto und Mercedes kommt“, sagt der Ferrari-Teamchef.

Formel 1 Toto Wolff Mercedes Monaco 2026
Toto Wolff. Credit: Mercedes

Dann legt der Franzose nach: „Wenn Red Bull oder Mercedes entwickeln, sind sie Genies. Wenn wir entwickeln, betrügen wir!“

Eine Überschreitung der Budgetgrenze weist Vasseur entschieden zurück. Ferrari habe keineswegs außergewöhnlich viele Updates gebracht. „Ich denke, ihr könnt euch beruhigen, wir haben nicht mehr Teile als Red Bull oder sonst jemand gebracht“, erklärt er.

Ferrari verteidigt aggressive Entwicklung

Vasseur macht klar, dass Ferrari lediglich versucht, neue Entwicklungen so früh wie möglich ans Auto zu bringen. Schließlich bringen Verbesserungen früher in der Saison auch länger einen Vorteil. „Wenn wir etwas früh bringen können, dann machen wir das. Besser ein paar Zehntel für fünf Rennen als für die letzten zwei“, stellt der Ferrari-Teamchef klar.

Zudem seien reine Update-Zahlen von außen schwer zu bewerten. Nicht jede Veränderung bedeute automatisch ein riesiges Entwicklungspaket oder hohe Kosten.

Besonders stört Vasseur der Zusammenhang mit der Kostenobergrenze. Denn die Aussage könne schnell so wirken, als würde Ferrari nicht innerhalb der Regeln arbeiten. „Wenn man denkt, dass wir die Kostenobergrenze überschreiten, dann geht es für mich in diese Richtung“, sagt Vasseur.

Gleichzeitig will der Ferrari-Boss den Streit mit Wolff nicht weiter eskalieren lassen. Auf die Frage, ob ihn die Aussagen seines langjährigen Weggefährten enttäuscht hätten, antwortet er nur: „Ich denke, es ist besser, nichts zu sagen.“

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


Verwandte Artikel