Ferrari-Star Lewis Hamilton flüchtet vorm Qualifying zum GP Barcelona ins Wohnmobil – und greift plötzlich nach der Pole!
Ferrari-Star Lewis Hamilton hat im Qualifying zum Spanien-GP für ein kleines Wunder gesorgt. Nachdem der siebenmalige Weltmeister das gesamte Wochenende hinterhergefahren war, fehlten ihm am Samstag plötzlich nur noch 64 Tausendstel auf Pole-Setter George Russell.
Dabei deutete bis kurz vor dem Qualifying nichts auf diesen Aufschwung hin. Im dritten Training lag Hamilton noch sieben Zehntelsekunden hinter der Spitze und sogar deutlich hinter Teamkollege Charles Leclerc.
„Ich habe das ganze Wochenende gegrübelt, warum ich eine halbe Sekunde zu langsam bin“, erklärte Hamilton nach dem Qualifying. Vor allem in den schnellen Kurven habe ihm das Vertrauen ins Heck seines Ferrari gefehlt.
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Hamilton verlässt plötzlich die Strecke
Weil ihm die Ideen ausgingen, griff Hamilton zwischen dem dritten Training und dem Qualifying zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Zum ersten Mal überhaupt verließ er während eines Rennwochenendes die Strecke.
„Ich musste hier einfach raus“, sagte der Brite. Hamilton zog sich in sein privates Wohnmobil zurück, telefonierte dort mit seinen Ingenieuren und gönnte sich einen mentalen Neustart.
Der Effekt war verblüffend. „Irgendwie kam ich danach sofort auf Touren. Was auch immer es war – es hat funktioniert“, so der Brite.
Ferrari schraubt am Setup
Neben dem mentalen Reset halfen offenbar auch kleine Änderungen am Setup. Hamilton lobte ausdrücklich die Arbeit seiner Ingenieure.

„Sie haben einen tollen Job gemacht. Das Auto fühlte sich im Qualifying plötzlich großartig an“, erklärte der Ferrari-Pilot.
Die Daten zeigen sogar, dass noch mehr möglich gewesen wäre. In seiner entscheidenden Runde verlor Hamilton in der ersten Schikane wertvolle Zeit. Genau die wenigen Hundertstel, die am Ende zur Pole fehlten.
Hamilton widerspricht Ferrari
Für zusätzliche Aufregung sorgte die Schlussphase von Q3. Nachdem Teamkollege Leclerc seinen Ferrari beschädigt hatte, wollte die Ferrari-Boxenmauer Hamilton zunächst für mehrere Minuten in der Garage behalten.
Der Brite widersprach jedoch. „Ich habe gesagt: Nein, nehmt die neuen Reifen runter und gebt mir die alten zurück“, verriet Hamilton. Deshalb waren kurz vor Schluss hektisch Mechaniker mit Reifen durch die Boxengasse gelaufen.
Hamilton wollte noch eine zusätzliche Runde auf gebrauchten Reifen fahren, um seinen Rhythmus nicht zu verlieren. Der Plan ging auf – auch wenn er im entscheidenden Versuch in Kurve eins etwas zu viel riskierte und Zeit liegen ließ.
Ferrari träumt wieder
Trotzdem ist Platz zwei für Ferrari ein starkes Signal. Das jüngste Update scheint Wirkung zu zeigen. „Ich bin dem Team unglaublich dankbar“, sagte Hamilton. „Zu sehen, wie nah wir an der Spitze dran sind, fühlt sich großartig an.“
Für das Rennen bleibt der Brite allerdings vorsichtig. Vor ihm startet nur Mercedes-Pilot George Russell, doch die Longrun-Pace der Silberpfeile macht ihm Sorgen.
„Diese Jungs sind über die Distanz das ganze Jahr schnell gewesen“, sagt Hamilton. „Keine Ahnung, ob ich da mithalten kann.“
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