Formel 1

Verstappen lästert nach F1-Auftakt: „Dann spiele ich Mario Kart“

Formel 1 Max Verstappen, Quali Australien Melbourne 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Max Verstappen kämpft sich in Australien von Startplatz 20 auf Rang sechs, doch es folgt eine sarkastische Abrechnung mit den neuen Formel-1-Autos.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Sportlich rettet Max Verstappen beim Saisonauftakt in Australien noch ein solides Ergebnis. Der viermalige Weltmeister kämpft sich nach seinem Qualifying-Crash von Startplatz 20 bis auf Rang sechs nach vorn. Doch trotz der starken Aufholjagd ist der Niederländer nach dem Rennen alles andere als zufrieden und lässt seinem Frust freien Lauf.

Verstappen: Erst Sarkasmus, dann klare Kritik

Im Interview bei Sky reagiert Verstappen zunächst mit Ironie auf die Frage nach dem ersten Rennen der neuen Formel-1-Ära. „Das war ein Top-Rennen, es hat Spaß gemacht“, sagt er mit einem Lächeln.

Doch die Aussage ist ganz offensichtlich nicht ernst gemeint. Schon seit Monaten gehört der Red-Bull-Star zu den schärfsten Kritikern der neuen Autos und Regeln. Kurz darauf legt Verstappen deshalb nach: „Wir müssen die Batterien ändern, den Motor – eigentlich alles. Aber das wird so schnell nicht passieren.“

Noch deutlicher wird der Weltmeister später im Gespräch mit niederländischen Medien. „Wenn euch das Rennen gefallen hat, okay“, sagt Verstappen. „Aber wenn ich so etwas will, spiele ich Mario Kart. Ich persönlich kann das nicht genießen.“ Was er meint: Zwar gab es unterhaltsame Überholmanöver, doch mutige Fahrmanöver spielten dabei keine Rolle. Stattdessen entschied die Technik, wer gerade einen Energieboost bekommt und wer nicht.

Formel 1 Lando Norris und Max Verstappen Australien 2026
Lando Norris und Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Damit setzt der Niederländer seine Kritik an der neuen Generation von Formel-1-Autos fort. Schon während der Wintertests hatte er die Fahrzeuge als „Formel E auf Steroiden“ bezeichnet.

Ganz anders die Stimmung beim Sieger: George Russell gewinnt im Mercedes von der Pole-Position aus den Saisonauftakt. Vor allem zu Beginn des Rennens liefert sich der Brite ein intensives Duell mit Ferrari-Pilot Charles Leclerc, mehrfach wechseln die beiden die Führung. Aus Zuschauersicht war das ein Spektakel. Aus Verstappen-Sicht nicht.

Formel 1: Australien Grand Prix 2026
Rennen, Ergebnis

PositionFahrerTeamZeitAbstand
1George RussellMercedes01:22.670 Std.
2Andrea Kimi AntonelliMercedes01:22.41700:02.974
3Charles LeclercFerrari01:22.57900:15.519
4Lewis HamiltonFerrari01:22.42300:16.144
5Lando NorrisMcLaren01:22.35800:51.741
6Max VerstappenRed Bull01:22.09100:54.617
7Oliver BearmanHaas01:24.020+1 Rnd.
8Arvid LindbladRacing Bulls01:24.182+1 Rnd.
9Gabriel BortoletoAudi01:23.257+1 Rnd.
10Pierre GaslyAlpine01:24.486+1 Rnd.
11Esteban OconHaas01:24.424+1 Rnd.
12Alex AlbonWilliams01:24.375+1 Rnd.
13Liam LawsonRacing Bulls01:23.783+1 Rnd.
14Franco ColapintoAlpine01:22.926+2 Rnd.
15Carlos SainzWilliams01:23.590+2 Rnd.
16Sergio PerezCadillac01:26.070+3 Rnd.
17Lance StrollAston Martin01:25.410+15 Rnd.
18Fernando AlonsoAston Martin01:25.713+37 Rnd.
19Valtteri BottasCadillac01:27.364+42 Rnd.
20Isack HadjarRed Bull01:25.239+47 Rnd.
21Oscar PiastriMcLaren
22Nico HülkenbergAudi

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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