Albtraum für McLaren beim Großen Preis von China: Sowohl Lando Norris als auch Oscar Piastri können das Rennen in Shanghai gar nicht erst starten.
Während das Mercedes-Werksteam beim Großen Preis von China mit Kimi Antonelli und George Russell einfährt, schafft es Kunde McLaren nicht mal zum Start.
Der Schock trifft das britische Traditionsteam bereits Minuten vor dem Start. Als sich Lando Norris auf den Weg zur Startaufstellung machen will, melden die Ingenieure plötzlich ein Problem mit der Elektronik des Antriebs.
Norris-Drama in der Garage
Teamchef Andrea Stella beschreibt später die dramatischen Minuten in der Garage: „An Landos Auto sahen wir bei der Vorbereitung auf die Runden zum Grid, dass es ein Problem mit der elektrischen Seite der Power Unit gab. Wir konnten mit der Komponente nicht kommunizieren.“
Die Mechaniker versuchen noch hektisch, den Fehler zu beheben. Doch die Zeit läuft gnadenlos davon „Wir versuchten so viele Teile wie möglich zu tauschen, ohne dieses spezifische Teil zu wechseln“, erklärt Stella. „Denn das hätte zu viel Zeit gekostet und wir hätten den Rennstart nicht geschafft.“

Unter anderem wird sogar die elektronische Steuereinheit ersetzt, doch auch diese Notlösung bringt keinen Erfolg. Norris muss schließlich aussteigen. Sein Rennen ist beendet, bevor es überhaupt begonnen hat.
Piastri-Aus direkt auf dem Grid
Währenddessen scheint bei Oscar Piastri zunächst alles normal zu laufen. Sein Auto steht bereits auf der Startaufstellung, Renningenieur Tom Stallard gibt sogar noch ein Interview fürs Fernsehen.
Doch dann folgt der nächste Nackenschlag für McLaren. Als Piastri losfahren will, geht der Motor nicht an. Stella erklärt: „Als er auf dem Grid stand, konnte das Auto nicht starten – ähnlich wie bei Lando. Aber tatsächlich ließ sich Oscars Problem leichter diagnostizieren.“
Auch hier deutet alles auf den Hybridantrieb hin, allerdings mit einem anderen Defekt. Stella: „Es scheint ein Problem mit derselben Power-Unit-Komponente zu sein, aber ein Problem anderer Natur.“
Die Mechaniker können nichts mehr ausrichten. Der Wagen wird zurück in die Garage geschoben, während sich die übrigen 18 Fahrer auf den Weg in die Einführungsrunde machen. Ein Szenario, das in der modernen Formel 1 fast schon absurd wirkt: Zwei Autos eines Topteams; beide vor dem Start ausgefallen.
McLarens Spurensuche nach dem Doppel-Desaster
Nach dem Rennen beginnt bei McLaren die Ursachenforschung. Noch ist unklar, ob tatsächlich der Mercedes-Antrieb verantwortlich ist. Stella bleibt deshalb vorsichtig: „Im Moment verstehen wir die Probleme in Bezug darauf, was das Problem ist. Aber es gibt noch kein Verständnis über die Grundursache.“
Die Analyse werde Zeit brauchen: „Das wird eine genaue physische Inspektion erfordern. Aus den Daten und der äußeren Begutachtung ergibt sich derzeit keine klare Ursache.“
Brisant: Noch am Donnerstag hatte der Teamchef des britischen Traditionsteams den Mercedes-Motor kritisiert. Jetzt sorgt ausgerechnet eine Antriebs-Komponente für das Doppel-Aus.
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