Sebastian Vettel hält noch immer einen der berühmtesten Rekorde der Formel 1. Doch ein 19-jähriger Mercedes-Pilot könnte ihn schon 2026 brechen.
Sebastian Vettel (38) wird genau hinschauen auf die neue Formel-1-Saison, die am Sonntag in Melbourne beginnt. Der Vierfach-Weltmeister aus Heppenheim, der sich auf der Zielgeraden seiner Karriere – sie endete 2023 – zunehmend zum politischen und Umweltaktivisten entwickelte, blickt dabei nicht nur mit Sorge auf den Irak-Krieg, der auch die Königsklasse in Schwierigkeiten bringen könnte. Die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien im April gelten aktuell als gefährdet.
Antonelli mit Chancen auf Vettel-Rekord?
Vettel interessiert dabei auch der sportliche Aspekt nach der großen Regelrevolution mit neuen Antriebssystemen und neuen Chassis. Einen Piloten hat der Hesse dabei besonders im Blick: Mercedes-Jungstar Kimi Antonelli (19). Und das aus einem einfachen Grund: Geht es nach Experten, gilt der Italiener als Mitfavorit auf den Titel.

Sollte Antonelli dieser Rolle gerecht werden und tatsächlich Weltmeister werden, würde Vettel einen seiner großen Rekorde verlieren. Der Deutsche wurde 2010 in Abu Dhabi im Alter von 23 Jahren und 134 Tagen zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten.
Rein theoretisch könnten neben Antonelli auch andere junge Fahrer Vettel diesen Rekord abnehmen. Dazu zählen Isack Hadjar (21), Gabriel Bortoleto (21), Oliver Bearman (20) und Arvid Lindblad (18).
Realistisch erscheint dieses Szenario jedoch kaum. Bortoleto mit Audi, Bearman mit Haas und Lindblad im Red-Bull-Juniorauto von den Racing Bulls fehlt derzeit das nötige Material, um um den Titel zu kämpfen. Bei Hadjar sieht die Situation etwas anders aus. Sein Red Bull könnte grundsätzlich das Potenzial für den Titelkampf haben. Allerdings müsste er dafür zunächst seinen Teamkollegen schlagen – und der heißt Max Verstappen. Das gilt als äußerst unwahrscheinlich.
Schumacher sieht Antonelli als Geheimfavoriten
Bleibt also Antonelli. Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher traut dem Italiener tatsächlich den Titel zu. Der Sky-Experte sagt zu F1-Insider: „Kimi hat schon im letzten Saisondrittel 2025 einen großen Schritt gemacht und konnte immer wieder Teamkollege George Russell unter Druck setzen. Jetzt scheint er noch einmal besser geworden zu sein. Ich habe ihn bei den Tests in Bahrain beobachtet, und er sah extrem gut aus. Ich denke, Russell muss sehr auf der Hut sein. Kimi ist mein Geheimfavorit.“

Auch Ex-Formel-1-Pilot Nick Heidfeld hat Antonelli auf der Rechnung. Der ehemalige BMW-Fahrer zu F1-Insider: „Was man so hört, scheint das Mercedes-Werksteam das beste Paket zu haben. Das ist zunächst die wichtigste Voraussetzung. Was Antonelli betrifft: Ich habe immer noch Russell leicht vorne. Aber vielleicht hilft Antonelli seine Jugend, mit den neuen Regeln besser klarzukommen, die ein völlig anderes Fahren erfordern. Wenn Kimi dem enormen Druck standhält, ist alles möglich. Damit hatte er vergangenes Jahr in der ersten Saisonhälfte noch etwas Probleme.“
Verstappen hält einen anderen Rekord
Einen Rekord kann allerdings auch Antonelli nicht mehr erreichen: den des jüngsten Grand-Prix-Siegers der Formel-1-Geschichte. Dieser gehört weiterhin Max Verstappen. Der Niederländer war gerade einmal 18 Jahre und 228 Tage alt, als er 2016 den Großen Preis von Spanien in Barcelona gewann – ausgerechnet bei seinem ersten Rennen für Red Bull.
Diesen Rekord könnte theoretisch nur noch Red-Bull-Junior Arvid Lindblad brechen. Dafür müsste der Brite mit schwedischen und indischen Wurzeln allerdings eines der ersten fünf Rennen der Saison gewinnen.
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