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Piastri zieht Konsequenzen aus WM-Niederlage 2026

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Oscar Piastri. Credit: Zak Mauger/LAT Images/McLaren

Neues Umfeld, neue Rollen: Oscar Piastri startet 2026 mit veränderter Management-Struktur.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Neues Umfeld, neue Rollen: Oscar Piastri startet 2026 mit veränderter Management-Struktur.

Oscar Piastri ordnet sein Umfeld neu: Der Australier hat die Konsequenzen aus seinem schwierigen Saisonfinale 2025 gezogen. Im Fahrerlager von Sakhir tauchte der McLaren-Star plötzlich mit zwei neuen Begleitern auf. 

Offiziell bleibt das Management zwar in den Händen von Mark Webber und dessen Partnerin Ann Neal. Doch faktisch zieht sich der ehemalige Teamkollege von Sebastian Vettel bei Red Bull deutlich zurück. Er soll sich künftig vor allem um kommerzielle Themen kümmern, das operative Geschäft an der Rennstrecke übernimmt ein anderer.

Piastri bekommt neuen Betreuer

Pedro Matos heißt der neue Mann an Piastris Seite. Der Portugiese war bereits 2021 sein Renningenieur bei Prema, als Piastri als Rookie den Formel-2-Titel gewann. Die beiden kennen sich seit der britischen Formel 4 im Jahr 2017. Matos gilt als nüchterner Techniker – genau das scheint jetzt gefragt.

Formel 1 Oscar Piastri McLaren Barcelona Test 2026
Oscar Piastri. Credit: McLaren

Denn wie im Fahrerlager zu hören ist, erfolgte die Neuordnung nicht ausschließlich aus sportlichen Gründen. Demnach hat McLaren dem Australier nahegelegt, sich weniger mit nervenaufreibenden Nebenkriegsschauplätzen zu befassen. Hintergrund für diese Empfehlung waren interne Irritationen und politische Spannungen rund um das Saisonende 2025.

Zur Erinnerung: Piastri und sein Management witterten im vergangenen Herbst eine Benachteiligung innerhalb des Teams. Anschließend tauchten Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Ferrari auf. In der Formel 1 entstehen solche zeitlichen Kausalketten selten zufällig – dafür ist das Geschäft zu strategisch und die Akteure zu erfahren.

Politische Spielchen ein McLaren-Tabu

Klar ist: Die Spekulationen stießen bei McLaren auf wenig Begeisterung. Politische Spielchen und an die Presse durchgestochene Informationen will sich kein Team im heißen WM-Kampf gegen einen Max Verstappen leisten. Dazu kommt: Webber war aus seiner Zeit mit Vettel in gewisser Weise vorbelastet, glaubte bereits damals an eine bewusste Benachteiligung durch Red Bull Racing.

Um Piastris Psyche für den nächsten WM-Fight zu rüsten, rückt zusätzlich Mentaltrainerin Emma Murray noch stärker in den Fokus. Die Australierin begleitet ihn seit seinen frühen Karrierestationen. Ihre Präsenz an der Strecke wird 2026 deutlich ausgeweitet. 

Für Piastri beginnt damit ein wichtiges Jahr. Er gilt als einer der schnellsten Fahrer im Feld, muss aber zeigen, dass er seinen Speed auch in Erfolge ummünzen kann. 

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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