Max Verstappen kämpft in China mit seinem Red Bull. Für Sky-Experte Ralf Schumacher ist klar: Das Team hat ein größeres Problem.
Max Verstappen wird mit der neuen Formel 1 nicht warm. In Australien war die Art des Fahrens inklusive Energiemanagement nicht nach seinem Geschmack, aktuell in China kommt auch noch dramatisch fehlende Performance seines Red Bull dazu. Der viermalige Weltmeister kämpft auf dem Shanghai International Circuit mit einem schwierigen Auto und spricht nach der Sprint-Qualifikation Klartext.
„Der ganze Tag ist eine Katastrophe“, schimpft der Red-Bull-Star. „Das Auto hat keinen Grip, die Balance stimmt nicht. In den Kurven verliere ich massiv Zeit.“ Immer wieder meldete sich der Niederländer während der Session über Funk mit Beschwerden über Schaltprobleme, Energie-Management und mangelnde Haftung.
Ralf Schumacher: Red Bull hat ein Problem

Am Ende reicht es für den Titelverteidiger nur zu Rang acht. Für einen Fahrer, der zuletzt die Formel 1 dominierte, ein ungewohntes Bild. Verstappen wirkt entsprechend frustriert: „Wenn das Auto nicht ausbalanciert ist und du keinen Grip findest, kommen automatisch weitere Probleme dazu. Im Moment rutsche ich einfach nur herum.“
Für Sky-Experte Ralf Schumacher kommt die Krise nicht überraschend. Er sieht strukturelle Probleme beim Team aus Milton Keynes. „Red Bull zahlt jetzt ein bisschen den Preis dafür, dass sie wichtige Leute im Team verloren haben“, legt Schumacher den Finger in die Wunde. „Das Leben ist kein Ponyhof – da muss man jetzt durch.“
Besonders alarmierend findet er, dass selbst Verstappen das Auto nicht retten kann. „Wenn selbst ein Max Verstappen mit seinem Fahrkönnen nicht mehr herausholen kann, dann muss sich Red Bull wirklich hinterfragen. Da haben sie sehr viel aufzuarbeiten.“
Schwieriges Wochenende für Red Bull
Schumacher rät dem Ex-Champion deshalb auch zur Geduld: „Jetzt darf er die Flinte nicht ins Korn werfen. Das gehört auch zu einem Weltmeister; da muss man durch.“

Fest steht: Für Verstappen dürfte zumindest der Sprint kein Selbstläufer werden. „Mit diesem Auto wird es sicher nicht einfach“, räumt er auch selbst ein. Hoffnung bleibt nur auf Veränderungen bei der Abstimmung vor dem eigentlichen Qualifying.
Doch aktuell wirkt Red Bull nicht so, als würden sie die Probleme in Griff bekommen. Und selbst ein Ausnahmekönner wie Verstappen kann ein schwieriges Auto eben nicht im Alleingang retten.
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