Ex-Piloten heizen die Diskussion um Max Verstappen und Mercedes an. Wird aus dem Dauer-Gerücht jetzt Realität?
Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes sind zurück; und sie gewinnen an Fahrt. Ausgelöst wurden die Spekulationen diesmal durch prominente Stimmen ehemaliger Fahrer.
So berichtet Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert im Podcast „Stay On Track“: „Ich habe wieder Gerüchte gehört, dass Max an seinem derzeitigen Arbeitsplatz (Red Bull; d. Red.) nicht besonders glücklich ist und dass Mercedes ihn vielleicht verpflichten wird.“

Hintergrund ist die schwache Performance von Red Bull. Die Dauersieger der vergangenen Jahre sind unter den neuen Regeln mit eigenem Motor nicht siegfähig. Obwohl sich das bereits 2025 andeute, hatte der viermalige Champion seinem Team aus Loyalität die Stange gehalten. Doch ein weiteres Jahr ohne WM-Titel dürfte für ein Umdenken sorgen.
Verstappen als Auslöser – Dominoeffekt bei Mercedes
Klar ist: Sollte Verstappen tatsächlich auf den Markt kommen, würde das das gesamte Fahrerfeld durcheinanderwirbeln. Mercedes gilt dabei seit Jahren als mögliches Ziel des Niederländers. Teamchef Toto Wolff hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, den Weltmeister langfristig verpflichten zu wollen.
Doch ein Verstappen-Deal hätte unmittelbare Folgen – vor allem Mercedes-intern.
Russell plötzlich unter Druck
Johnny Herbert bringt das Problem auf den Punkt: „Mercedes müsste George Russell loswerden.“ Ein Szenario, das auch Damon Hill für denkbar hält. „George bleibt auf Abruf“, sagt der Weltmeister von 1996.

Doch warum würde ausgerechnet ein Fahrer, der 2026 als WM-Favorit gilt, über die Klinge springen? Hintergrund: Russels Teamkollege Kimi Antonelli gilt als großes Zukunftsprojekt von Teamchef Toto Wolff. Der junge Italiener wurde bewusst aufgebaut und genießt intern großen Rückhalt. Hill formuliert es so: „Toto hat seinen Ruf aufs Spiel gesetzt, um ihn ins Team zu holen.“
Damit wäre im Falle eines Verstappen-Wechsels vor allem ein Cockpit gefährdet – das von Russell.
Titelkampf keine Garantie
Besonders brisant: Russell gehört aktuell zu den stärksten Fahrern im Feld und mischt im Titelkampf vorne mit. Doch selbst sportlicher Erfolg schützt in der Formel 1 nicht immer vor politischen Entscheidungen.
Hill kennt das aus eigener Erfahrung. Trotz WM-Titel verlor er einst sein Cockpit bei Williams. „Es ist ein Gefühl, bei dem man sich fragt, warum die eigene Leistung nicht ausreichend gewürdigt wird“, beschreibt er die Situation.
Dazu passt: Russells Vertrag läuft nur bis Ende 2026.
Offiziell gibt sich Mercedes wie gewohnt zurückhaltend. Doch die zögerliche Vertragsverlängerung mit Russell im vergangenen Jahr zeigt: Das Team denkt langfristig. Und es denkt an Verstappen.
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