Formel 1

Verstappen platzt der Kragen wegen schlechter Starts

Formel 1 Max Verstappen Red Bull China 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Bianca Garloff
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Schon wieder ein Fehlstart: Max Verstappen verliert beim China-GP direkt mehrere Plätze und wird nach dem Rennen deutlich.

Der Saisonstart 2026 läuft für Max Verstappen alles andere als rund. Nach zwei Rennen wird immer klarer: Red Bull steckt im neuen Reglement deutlich tiefer in Problemen als erwartet.

Beim Grand Prix in Shanghai zeigt sich das Dilemma besonders deutlich. Verstappen startet von Platz acht und fällt direkt bis auf Rang 14 zurück.

Der Grund: wieder Probleme beim Startprozedere des neuen Red Bull-Ford. Schon beim Saisonauftakt hatte der viermalige Weltmeister damit zu kämpfen. Damals fiel es aber kaum auf, weil er ohnehin weit hinten losgefahren war.

Diesmal wurde es sichtbar und kostete Plätze!

Formel 1 Max Verstappen Red Bull China 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Logisch, dass Verstappen nach seinem Ausfall (Kühlung) nicht gerade zu verbalen Späßen aufgelegt ist.  „Gleiches Problem, anderes Prozedere“, poltert er bei den TV-Interviews. „Ich habe keine Worte dafür. Ich weiß nicht, warum das immer wieder passiert.“

Das Verstappen-Dilemma: So ein verhauener Start zieht sich durchs ganze Rennen. Zumindest dann, wenn man es beenden kann. „Ich dachte kurz, wir könnten vielleicht unsere normale Position erreichen, also hinter Mercedes und Ferrari fahren“, resümiert der Red Bull-Star. „Aber uns fehlt einfach die Pace.“

Sein Fazit fällt ernüchternd aus: „Ich bin nur noch Passagier im Auto.“

Verstappen mit klarer Ansage: „Ich bin kein Idiot“

Besonders brisant: Die Probleme scheinen nicht bei allen Autos mit Red-Bull-Antrieb aufzutreten. Teamkollege Isack Hadjar und die beiden Racing Bulls kamen jedenfalls besser weg. Darauf angesprochen reagiert Verstappen gereizt. „Ich mache nichts falsch. Der Motor kommt einfach nicht. Ich bin kein Idiot.“

Formel 1 Max Verstappen Red Bull China 2026
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Eine deutliche Ansage,  auch in Richtung Team.

Fest steht mittlerweile: Die neuen Regeln stellen Red Bull vor gravierende Probleme. Hintergrund ist das komplett neue Reglement 2026. Chassis und Antrieb wurden grundlegend überarbeitet, die Kräfteverhältnisse haben sich verschoben. Hinter Mercedes, Ferrari und McLaren sind die Österreicher nur noch vierte Kraft.

Für Verstappen könnte es eine lange Saison werden. Nach Jahren der Dominanz muss sich der Weltmeister plötzlich mit den banalen Problemen des Mittelfelds rumschlagen. Nicht Strategie oder Gegner stehen im Fokus, sondern grundlegende Performance-Themen.

Der Titelkampf 2026 könnte ohne den Serienweltmeister stattfinden, wenn sich nicht schnell etwas ändert.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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