In einem Kreisliga-Spiel im bayerischen Mittelfranken geraten zwei Eckfahnen ins Rampenlicht, Trubel beim SV Raitesraich.
Es sollte ein einfacher Sieg für den SV Raitersaich am Sonntagnachmittag werden. Der Aufstiegsaspirant der Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe 1, der auf die Bezirksliga zusteuert, traf auf den Tabellenletzten, den ESV Ansbach. Doch der klare 3:0 Sieg der Gastgeber vom Zuckermandelweg geriet völlig in den Hintergrund.
Gleich zwei zerstörte Eckfahnen sorgten für Irritation bei den 75 Zuschauern. Zunächst stolperte ein Linienrichter über eine der Stangen, mit Folgen! Die Stange wurde bei der Kollision zweigeteilt. Aufgrund des scharfen Endstücks stürzte sich eine der SVR-Anhänger prompt auf die Ecke und tauschte den Fahnen-Stummel gegen den verkürzten Fahnenmast aus.
Der Linienrichter witzelte nach der Aktion: „Dafür gibt’s einen Kasten (Bier, Anm. d. Red.)“. Somit stellte er sich dem Vergehen, keine Spur von Fahnenflucht.

Zweite Eckfahne musste dran glauben
Doch das war erst der Anfang des Eckballfahnen-Dramas an einem stürmisch, frühlingshaften Tag in Raitersaich bei Roßtal. Nach dem Schlusspfiff brachte Carmelo Schepis des SV Raitersaich eine zweite zertrümmerte Eckfahne Richtung Spielerkabine, die schmälerte jedoch nicht seine Freude über den Sieg.
Schepis tritt die Ecken für den SVR. Auf Nachfrage von F1-Insider.com verrät er: „Mir ist schon aufgefallen, dass die vom Linienrichter umgelaufene Fahne plötzlich nur noch halb so groß war, hat mich beim Eckenschlagen allerdings nicht irritiert.“ Viermal war er der ungewöhnlichen Situation ausgesetzt. Was hinter der kaputten zweiten Fahne steckt, ist noch ungeklärt.
Der SVR marschiert
Getreu dem Motto „Scherben bringen Glück“ sind es beim SV Raitersaich wohl die zertrümmerten Eckfahnen, die die Mannschaft in die Spur brachten. Maximilian Schütz, Springer zwischen erster und zweiter Mannschaft, erklärt: „Das ist nicht der erste Vorfall. Ein Torwart der Gegnermannschaft hatte auch schon eine unserer Fahnen zerlegt.“

Seit der unsportlichen Aktion hat Raitersaich alle weiteren Spiele gewonnen und ist mittendrin im Aufstiegsrennen. Während Ansbach bereits als Absteiger feststeht, liegt der SVR als stärkste Offensive der Liga auf Rang drei, ist auf Tuchfühlung mit dem Relegationsplatz des SV Arberg. Kommenden Sonntag kommt es zum Direktduell.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!