Formel 1

„Das hat nichts mehr mit Formel 1 zu tun“

Formel 1 Belgien GP Spa 2026
Credit: Wolfgang Wilhelm
Alex Warneke
Alex Warneke

Sergio Perez übt nach dem Belgien-GP scharfe Kritik an der Formel 1. Der Cadillac-Pilot erkennt die Königsklasse nicht wieder.

Sergio Perez findet deutliche Worte zur aktuellen Formel 1. Nach dem Großen Preis von Belgien spart der Cadillac-Pilot nicht mit Kritik an den neuen Autos und den 2026er-Regeln. Vor allem das Rennen in Spa-Francorchamps habe für ihn die Schwächen des aktuellen Pakets schonungslos offengelegt.

Auf den langen Geraden kämpften die Fahrer erneut mit starkem Energieverlust. Die Batterien konnten ihre elektrische Leistung nicht über eine komplette Runde abgeben, wodurch zahlreiche Autos bereits vor den Bremszonen deutlich an Tempo verloren.

Formel 1 Sergio Perez Cadillac Spielberg 2026
Sergio Perez. Credit: Rudy Carezzevoli/Getty Images

Für Perez ist das kein Zustand, den die Königsklasse akzeptieren dürfe. „Ich denke, Spa ist mit dem aktuellen Reglement ehrlich gesagt kein guter Ort für die Formel 1. Was ich dort gesehen habe, hatte nichts mit Formel 1 zu tun. Ich möchte das Thema nicht ständig ansprechen, aber das war definitiv nicht schön.“

Perez: „Das war nicht gut genug“

Der sechsmalige Grand-Prix-Sieger betont zwar, dass die Formel 1 und der Automobil-Weltverband FIA seit Saisonbeginn bereits einige Verbesserungen vorgenommen hätten. Trotzdem habe Spa gezeigt, dass die Probleme noch längst nicht gelöst seien.

„Um fair zu sein: Die Formel 1 und die FIA haben seit Jahresbeginn einen enormen Schritt gemacht. Aber in Spa konnten wir nichts mehr verstecken. Es war offensichtlich.“

Für Perez steht deshalb fest, dass die Verantwortlichen weiter nachbessern müssen. „Was wir gesehen haben, war einfach keine Formel 1. Das müssen wir alle akzeptieren. Und das war nicht gut genug.“

Sorge um die Zukunft der Formel 1

Wie die Regelhüter die Probleme lösen wollen, kann Perez derzeit allerdings selbst nicht einschätzen. Die Auswirkungen möglicher Änderungen seien schwer vorherzusagen.

„Um ehrlich zu sein, ist es sehr schwierig, diese Regeln zu verstehen. Solange man sie nicht im Simulator ausprobiert hat, weiß man nicht, welche Änderungen wirklich etwas bringen.“

Mit seinen Aussagen reiht sich Perez in die wachsende Zahl von Fahrern und Experten ein, die nach dem Belgien-Wochenende weitere Anpassungen am technischen Reglement fordern. Besonders auf Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Spa-Francorchamps seien die Schwächen der aktuellen Formel-1-Generation nach Ansicht des Mexikaners unübersehbar geworden.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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